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Am liebsten möchte ich sterben ..

sagte meine Klientin gestern. „Ich halte dieses Gefühl kaum mehr aus. Ich gehe langsam daran zu Grunde, wenn sich nichts ändert. Ich habe schon so viel getan, wirklich, aber egal was ich mache, es ändert sich nichts; ich schaffe es nicht mehr, am liebsten möchte ich sterben.“ Ich kenne diese Qual und ich kenne das Gefühl dahinter gut. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man einerseits nichts mehr fühlen kann und andererseits große Angst davor hat, von diesen schwarzen Depressionen wie durch einen Sog in ein dunkles Loch gezogen zu werden, weil man den Schmerz nicht mehr aushält. Ich erfahre es täglich in meiner Arbeit mit Menschen und ich erlebe es mit Menschen, die mir nahe stehen. Alle diese Menschen verbindet ein verzweifeltes und/oder total erstarrtes Inneres Kind, das sich durch nichts trösten oder heilen lässt. Ja, das gibt es. Und dieses Kind will wirklich sterben, sofort. Es will nicht mehr da sein, es will nicht über rosa Wiesen im strahlenden Lavendellicht dahin tanzen. Es ist meistens eiskalt – dort wo das Kind sich …

Alles Raus was keine Miete bezahlt

Wieder ein sehr tief berührender Artikel von Steven zum Thema Selbstfindung, Geburtstraumen usw.; es zeigt so klar welch ungaubliche Hindernisse Menschen doch fähig sind zu überwinden und am Ende immer noch Gutes in einem Selbst und im Leben finden. Sehr encouraging für alle, genau da weiterzumachen wo man sich gerade befindet, und endlich mit der wahnsinnigen Idee aufzuhören an diesem Punkt in unserer Evolution noch zu glauben, Entwicklung würde je aufhören – oder wir würden je an ihrem Ende ankommen. geschrieben von Steven Black: Hallo Leute, Ein wichtiger Grund, daß diese ganzen Kindheits –und Geburtstraumen für mich schlüssig und fundiert sind, liegt natürlich in meinen persönlichen Erfahrungen. Und eigentlich will ich darüber nun wirklich nichts schreiben, doch ich hab so das Gefühl, daß dies eine sehr gesunde Sache für mich ist und euch kann es einen Einblick bieten, um den Kontext besser zu verstehen. Nun denn, wollen wir nicht lange um den “heißen Brei” schleichen – als meine Mutter mit mir schwanger war und zur Entbindung ins Krankenhaus eingeliefert wurde, übrigens eine an und für …

Das Geburtstrauma

Der Verlauf unserer Geburt – der Übergang von der vorgeburtlichen Existenz zum postnatalen Leben – ist von zentraler Bedeutung für jede Phase unserer körperlichen und psychischen Entwicklung. Therapeutische Erfahrung zeigt, dass die Geburt uns ganzheitlich prägt. Kognitive und sprachliche Möglichkeiten diese Erfahrung zu verarbeiten werden erst später erworben. Das Trauma der Geburt berührt unmittelbar unseren Kern und formt unsere zentralen psychosomatischen Strukturen. Ein Zugang zu dieser Erfahrung ist über Körperarbeit möglich. Das Trauma der Geburt Die Vorstellung, dass die Geburt ein traumatisches Erlebnis für ein Baby sein kann geht auf Sigmund Freud zurück. Seine zunächst somatischen Beobachtungen an Patienten ließen ihn vom sogenannten Geburtstrauma sprechen. Später sahen er und sein Schüler Otto Rank in der Austreibungsphase und der Trennung von der Mutter die eigentliche Traumatisierung. Dieses für jedes Kind mehr oder weniger traumatische Erlebnis betrachteten sie als Wurzel aller späteren Angstgefühle, sie vermuteten hier auch den Ursprung religiöser Vorstellungen. Freuds Bereitschaft, die Bedeutung solch früher Erfahrungen als bedeutenden Faktor für die psychische Entwicklung jedes Menschen in Betracht zu ziehen endete mit der Veröffentlichung von Otto …