Videos & Bücher
Hinterlasse einen Kommentar

Ausserhalb der künstlichen Welt

Buchtipp „Ausserhalb der künstlichen Welt“. Ein Zukunftsroman von M.L. Hagmann
Klappentext:
Das Jahr 2042. Sébastien Ingold lebt in einer der reichsten Megastädte der Welt, St.Winterzürich. Sein Vater, der ehrgeizige und skrupellose Stadtratspräsident der Schweizer Metropole, hegt Ambitionen, ins Parlament der Weltregierung gewählt zu werden. Sébastien ist als sein Generalsekretär immer an seiner Seite und im Blickfeld der Öffentlichkeit.Kurz vor der Wahl unterläuft Sébastien ein gewaltiger Fehler. Nicht nur könnte dieser Fehler die Karriere seines Vaters ruinieren, nein, Sébastien kann sein eigenes Leben unmöglich so weiterführen wie bisher.
Sein Lebenstraum zerplatzt zusammen mit seinem Weltbild, als er erkennen muss, dass es Menschen gibt, die sich komplett den Gesetzen seiner Welt entziehen können. Er zerbricht fast an den Täuschungen, den Illusionen und den Lügen, die ihn umgeben.

Sébastien nimmt seinen ganzen Mut zusammen und überwindet schliesslich die Manipulationen seiner Welt. Ausserhalb dieser Welt entdeckt er Unfassbares. Nie hätte er es für möglich gehalten, doch diese Entscheidung würde ihn, in jeglicher Hinsicht, zu einem der reichsten Männer der Erde machen – jedoch nicht auf die Weise, die er sich vorgestellt hatte..

Autoreninterview

F: Weltregierung, Lügen, Manipulationen – ist dieser Zukunftsroman eine Dystopie im Stile von 1984 (George Orwell)?

A: Am Anfang des Buches leben die Protagonisten in einer sehr stark kontrollierten und überwachten Welt, die teils an 1984 erinnern könnte. Die Hauptfigur Sébastien führt ein angepasstes Leben und somit stört er sich nicht weiter an diesem System. Er gehört einer privilegierten Gesellschaftsschicht an und geniesst sein technologisch weit entwickeltes Leben. Erst als er beginnt Fragen zu stellen, bemerkt er den verborgenen Zweck dieser technologischen Freuden. Sie dienen der totalen Überwachung. Glücklicherweise findet er einen Weg, damit umzugehen. „Ausserhalb der künstlichen Welt“ ist im Kern keine Dystopie, sondern eher eine Utopie.

F: Was hat dich dazu bewogen, eine Utopie zu schreiben?

A: Die Zukunft wird heute eher düster betrachtet. Es gibt kaum Visionen, und wenn doch, sind diese nicht gerade mit Vorfreude verbunden. Ich denke das liegt daran, dass wir langsam die Konsequenzen unserer Handlungen erkennen können – Umweltprobleme zum Beispiel. Auch die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Das Resultat können wir unter anderem auch in der (Wirtschafts-)Flüchtlingsthematik sehen. Vieles scheint mit dem wachstumsorientierten, kapitalistischen System zusammen zu hängen. Immer weniger Menschen haben immer mehr Geld und alle anderen sind gezwungen, irgendetwas zu Arbeiten, um überhaupt existieren zu dürfen. Da kann nicht viel Freude für die Zukunft übrig bleiben… Ironischerweise hat die treibende Kraft Geld keinen fassbaren Gegenwert mehr, spätestens seit der Goldstandard aufgelöst wurde.

Auf der anderen Seite hat dieses System zu technischen Innovationen geführt, die unser Leben sehr verbessern könnten. 3D Drucker, Computertechnologie und Roboter könnten unser Leben unheimlich vereinfachen – wenn sie dann erschwinglich wären… Gegenwärtig können diese Entwicklungen nicht gepusht werden, da sie Arbeitsplätze vernichten würden. Doch genau hier liegt das Potential, eine herrliche Zukunft zu erschaffen. Das wollte ich mit dem Buch detailliert und möglichst realitätsnah aufzeigen.

F: Wo spielt der Roman?

A: Die Geschichte startet in der Schweizer Megastadt St.Winterzürich (zusammengewachsen aus St.Gallen, Winterthur und Zürich). Dann folgt ein Abstecher nach Luzbern, dem Sitz der Weltregierung (zusammengewachsen aus Luzern und Bern). Schliesslich überwindet Sébastien die künstliche Welt und gelangt nach Gelausion (zusammengewachsen aus Genève, Lausanne und Sion). Der Roman spielt bis auf wenige Ausnahmen in der Schweiz, im Jahr 2042.

F: Was ist die künstliche Welt?

A: Eigentlich das Gegenteil der natürlichen Welt:-) Jegliche Art von Zwang, wie der Zwang zu arbeiten, um leben zu dürfen. Fremdbeeinflusste Wertvorstellungen der Gesellschaft, die erfüllt werden müssen, um mitspielen zu können. Künstliche Verknappung um etwas von Wert zu erschaffen. Konkurrenz statt Zusammenarbeit.

F: Was ist ausserhalb der künstlichen Welt?

A: Wahre Freiheit. Meines Erachtens ist wirkliche Freiheit nur möglich, wenn jedes Individuum unabhängig ist. In der heutigen Welt und auch der näheren Vergangenheit war das nie wirklich möglich. Für das eigene Leben waren wir immer abhängig von den Leistungen anderer Personen. Durch spezialisierte Arbeit werden wir immer abhängiger. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt macht dieses System Sinn, doch sobald eine Wohlstandsgesellschaft aufgebaut ist, sollte das ermöglichen von Freiheit wieder im Mittelpunkt stehen.

F: Dann leben ausserhalb der künstlichen Welt nur einsame, freie Eigenbrötler?

A: Auf keinen Fall. Nur weil jemand nicht abhängig von einem anderen Menschen ist, bedeutet das ja nicht, dass er nur für sich selbst lebt. Er kann ehrlichere Beziehungen pflegen, gerade weil er keine eigennützige Hintergedanken hegen muss.

F: Wie wird das erreicht?

A: Kurz gesagt ist Gelausion eine Welt ohne Geld. Wir sind Individuen und gehen alle unseren eigenen Weg und machen unsere eigenen Erfahrungen. Obwohl wir miteinander verbunden sind, durchleben wir diese Existenzform als getrennt voneinander. Somit ist es nur bedingt möglich, etwas für einen anderen Menschen zu tun. Selbst Hilfe anzubieten ist nicht so selbstlos, wie man das zunächst vermutet. Niemand hilft einem anderen, wenn es einem nicht auch etwas bringt – zumindest eine Erfahrung. Aus diesem Blickwinkel betrachtet, macht Geld keinen Sinn mehr. Wenn jemand etwas gibt, kriegt er die Erfahrung als Gegenleistung. Schlussendlich geht es im Leben nur um Erfahrungen. Erhält er als Gegenleistung noch Geld, also gespeicherte Arbeit, wird er sozusagen doppelt bezahlt. In einem System, wo die eigene Existenz bedingungslos gesichert ist, kann auf ein Tauschmittel verzichtet werden. In der Geschichte wollte ich diese Theorie umfangreich veranschaulichen und im fiktiven Alltag der Protagonisten überprüfen.

F: Dann macht jeder nur was er will?

A: Exakt. Nur das hat einen Wert und einen Nutzen für das Individuum. Wird man allerdings von den Lebenshaltungskosten erpresst und führt eine Tätigkeit nur aus, um bezahlt zu werden, hat das eher mit Sklavendienst zu tun, anstatt mit Freiheit.

F: Dann ist Gelausion also materiell schlicht gehalten? Fast ärmlich? Ein Ort von lediglich geistigem Reichtum?

A: Ganz im Gegenteil. Wir sind spirituelle Wesen, die eine materielle Erfahrung machen. Warum sollten wir deshalb nicht auch in den materiellen Genuss kommen? Im Buch habe ich dazu die utopische Stadt Gelausion geschaffen. In einer Stadt, wo sich niemand davor fürchten muss, seine Arbeit zu verlieren, besteht auch kein Hindernis mehr, automatisierende Technologie zu erfinden. Der Fokus liegt darauf, lästige Tätigkeiten zu automatisieren um möglichst viel bis alle Zeit für das zu nutzen, was man wirklich will.

F: Wozu wird die freie Zeit verwendet?

A: Wenn man die Freiheit hat, alles zu tun was man will bedeutet das gleichzeitig, dass man keine Entschuldigung mehr hat, sich hinter unnützer Arbeit und fremdgestalteten Anforderungen zu verstecken. Man muss sich mit der Frage beschäftigen, warum man auf die Erde gekommen ist und seine Existenzberechtigung ganz alleine finden. In der Geschichte finden manche ihre Aufgabe in der Auseinandersetzung mit der Materie und erfinden die genialsten Produkte. Da man miteinander statt gegeneinander arbeitet, gibt es auch keine bremsende Patente oder Firmengeheimnisse mehr. Alles ist offen, sofort und leicht zu lernen, und gleichzeitig schnell

umsetzbar. Die Hauptfigur Sébastien allerdings, findet seine Passion hauptsächlich in spirituellen Themen. Gleichwohl stehen ihm die materiellen Freuden in vollem Umfang zur Verfügung.

F: Spirituelle Themen?

A: Ja. Die Welt von Gelausion ist so gestaltet, dass sich jeder seine materiellen Wünsche in jungen Jahren erfüllen kann. Während in der konventionellen Welt meist viele Arbeitsjahre dafür nötig sind, kommt Sébastien viel früher zu der Frage, ob der materielle Reichtum ihn zufrieden stellt. Er bemerkt, dass sein Hunger nach Mehr, nicht durch materielle Dinge gestillt werden kann. Schliesslich beschäftigt er sich mit Reinkarnation, Alchemie, wirklicher Heilung, der Essenz der Menschen und den grossen Fragen der Menschheit.

F: Und das hilft ihm weiter?

A: Es vergrössert sein Bild von der Menschheit, vom Leben. Er versteht die Zusammenhänge besser und kann so besser mit dem Leben umgehen. Es ist mein Wunsch, dass ein kleiner Teil davon, beim Lesen auf den Leser übergehen kann…

F: Warum spielt die Geschichte in der Zukunft?

A: Das Buch beschreibt eine Welt, wie ich sie mir für die Menschen wünschen würde. Offensichtlich ist die Realität noch ziemlich weit davon entfernt. Daher bietet sich die Zukunft als Spielplatz an. Zudem ist die Technologie heute wohl noch nicht ganz so weit, als das Gelausion möglich wäre. Aber mit einer positiven Vision für die Zukunft könnte schon einmal ein mögliches Bild in den Köpfen der Menschen entstehen. Nur wenn ein positives Bild existiert, kann es sich auch manifestieren…

Buchdetails zu „Ausserhalb der künstlichen Welt“

Seitenanzahl: 572

Grösse: 14,8 cm x 21,0 cm

ISBN Paperback: 978-3-7345-9099-3

ISBN Hardcover: 978-3-7345-9100-6

ISBN eBook: 978-3-7345-9101-3

Hardcover:

Paperback:

eBook:

 

Text und Bild: © M.L. Hagmann

 

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in: Videos & Bücher

von

“Ich hole Menschen dort ab, wo sie sich emotional und mental gerade befinden. Ich will keine Illusionen nähren und am Ende nur ein weiterer Teil der Selbstoptimierungs- und ErleuchtungsMaschinerie sein, die nie liefern kann was sie verspricht. Mein Wunsch ist es, dich die Energien und Impulse der Geistigen Welten in deinem Körper spüren zu lassen. Ziel ist, dich erfahren zu lassen, dass dieser Körper mit all seinen Gefühlen und Emotionen total o.k. ist und darüber hinaus noch viel viel mehr. Ich lebe eine moderne Spiritualität und meine Gurus sind nicht im Himalaya zu finden. Meine Meisterin ist mein Höchstes Selbst und die Wesen der Geistigen Welten, welche mich schon seit Urzeiten begleiten.”

Was meinst du dazu? Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s