Innere Personen
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Am liebsten möchte ich sterben ..

sagte meine Klientin gestern. „Ich halte dieses Gefühl kaum mehr aus. Ich gehe langsam daran zu Grunde, wenn sich nichts ändert. Ich habe schon so viel getan, wirklich, aber egal was ich mache, es ändert sich nichts; ich schaffe es nicht mehr, am liebsten möchte ich sterben.“

Ich kenne diese Qual und ich kenne das Gefühl dahinter gut. Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man einerseits nichts mehr fühlen kann und andererseits große Angst davor hat, von diesen schwarzen Depressionen wie durch einen Sog in ein dunkles Loch gezogen zu werden, weil man den Schmerz nicht mehr aushält. Ich erfahre es täglich in meiner Arbeit mit Menschen und ich erlebe es mit Menschen, die mir nahe stehen. Alle diese Menschen verbindet ein verzweifeltes und/oder total erstarrtes Inneres Kind, das sich durch nichts trösten oder heilen lässt.

Ja, das gibt es. Und dieses Kind will wirklich sterben, sofort. Es will nicht mehr da sein, es will nicht über rosa Wiesen im strahlenden Lavendellicht dahin tanzen. Es ist meistens eiskalt – dort wo das Kind sich befindet. Es ist nicht durch einen einzigen Kälteschock von außen erfroren. So ein Kind hat viel Kraft, Wärme, Liebe und natürliche Lebensfreude. Es braucht viele Schocks, bis es nach und nach immer mehr abspaltet und schließlich, wie zu Eis erstarrt. Es sind die ganz lieben, zarten, weichen, sensiblen Kinder, die irgendwann nicht mehr mitmachen wollen. Sie werden zu Eis, weil sie nichts mehr fühlen wollen, sie wollen einfach nicht mehr da sein, in dieser Eiswüste voller kalter, emotional erstarrter Wesen genannt Menschen. All das Leid, all die schlimmen Erfahrungen, all die Erschütterungen .. „Nein, nie mehr wieder!“ sagen sich diese Kinder und verharren in dem eisigen, abgespaltenen Panzer einer grenzenlosen Trauer.

Alle Hilfen, alle therapeutischen Interventionen, alle spirituellen Konzepte und Übungen scheitern an diesem Kind, nichts hilft. Manche mögen mir jetzt widersprechen – ja macht das nur, jeder darf glauben, alles ist heilbar. Ich weiß, dem ist nicht so. Manchmal geht es nicht. Alle „Licht- und Liebe“ universellen Heilversprechen sind machtlos angesichts dieses Schmerzes.  Das ganze Zurückgeben, Annehmen, Verzeihen, was auch immer, hilft keinen Millimeter – auch die Liebe kann nicht alles wieder gut machen, wenn ein liebendes Kind zu Eis erstarrt ist.

Es hat nämlich seinen Lebenswillen verloren. Es ist unsagbar müde vom Frieren, müde vom Aushalten und müde auf Veränderung zu hoffen, müde vor Enttäuschung. Ach, es hat doch alles schon versucht, aber der Schmerz ist nicht weggegangen. Es wurde vergessen, weggesperrt, ignoriert und jetzt hat es „gekündigt“ – für immer.

Und wenn da auf einmal jemand kommt und die Hand reichen, es trösten möchte, vielleicht noch viele Worte dafür verwendet, es ist nicht interessiert. Es glaubt nicht mehr, dass es besser werden kann und der Wächter hat es tief in die Verbannung gebracht, um das restliche System vor diesem Eiskind zu schützen. Es wird wie ein Virus behandelt, der das System zu zerstören droht, also wird es isoliert. Und so beginnt das innere Sterben, jeden Tag ein bisschen mehr. Man glaubte zu überleben, aber das ist nicht die Wahrheit.

Das Eiskind ist nicht durch den Verstand zu erreichen, es ist, wenn überhaupt nur über das Fühlen zu erreichen, in vielen tausend kleinen Schritten. Es kann nicht anders, denn es war nie jemand da, der fühlte, was es gefühlt hat, als es das und jenes erlebte. Es ist komplett taub gegenüber Worten. Ein erfrorenes Eiskind fühlt nichts mehr, außer kaltem Schmerz, stummer Verzweiflung und tiefer Trauer.

Es vertraut niemandem mehr, es ist zu oft enttäuscht und zu tief verletzt worden. Es reagiert auf keine „Aufwärmversuche“. Eine traurige Wahrheit, die diese armen Kinder in sich tragen. Und so leben sie Tag für Tag in ihrem ewigen Eis, das ihren Kummer umschließt und es scheint, als ob nichts das verändern könnte. Sie leben in einem Körper und sind doch schon längst innerlich gestorben.

Es verlangt viel Kraft zu akzeptieren, dass sich das vielleicht nie mehr ändern wird. Könnten meine Tränen diese Eiskinder schmelzen lassen, ich würde einen Ozean für sie weinen, aber auch das hilft ihnen nicht. Ich kann sie sehen und ihre Verzweiflung fühlen – es bricht mir jedes Mal von Neuem das Herz – ich stehe ohnmächtig diesem Schmerz gegenüber.

Manchmal gelingt es, so einen abgespaltenen Kindaspekt zu erreichen, manchmal, dann besteht die Möglichkeit, es wieder zu integrieren – wenn es das denn möchte, und man viel Zeit und Liebe dafür zu investieren bereit ist. Wenn es lieber gehen (sterben) möchte, darf es das!

Auch wenn es das im ersten Moment nicht glauben kann, es gibt jetzt eine Möglichkeit, diesen Kindanteil, der nicht mehr sein will, nach Hause zu bringen, ohne das Gesamtsystem Mensch permanent zu verletzen. Es geht nicht das „ganze“ Kind, sondern der Teil, der nicht mehr kann und will, die anderen Kindteile bleiben erhalten. Ich kann den Teil, der sterben möchte, zurückbringen in die Seele, da wo es hergekommen ist. Diese Möglichkeit gibt es jetzt.

Ich habe den dafür zuständigen Instanzen der geistigen Welt (nach langen „Verhandlungen“) diese Alternative richtiggehend abgerungen, damit endlich Hilfe für das Kind gefunden werden kann. Denn wenn der Todeswunsch des Kindanteils so stark ist, es sich absolut weigert, wieder in dieses Leben zu kommen, wird es für den Körper immer schwerer, sich dagegen zu wehren. Es gibt dann kaum eine Verbesserung oder Heilung tiefer Depressionen, Krankheiten breiten sich aus, man stirbt einem langsamen, aber sicheren Tod entgegen. Selbstmordgedanken verschwinden auch nicht von alleine, denn diese Kinder stecken in einem Todeskanal fest und kommen weder vorwärts, noch können sie wirklich gehen.

Es gibt innere Anteile, welche zurückgehen können und es gibt viele, die können das nicht. Die inneren Anteile wissen meistens, in welche „Kategorie“ sie gehören. Ich werde oft gefragt, wo sie denn hingehen würden: Sie gehen zurück zur Seele, müssen allerdings (irgendwann) wieder in eine Inkarnation mitgebracht werden um ihr altes Trauma, ihre Erfahrung, integrieren und heilen zu können. Die meisten dieser inneren Anteile sind ja über und durch die vielen Leben und Erfahrungen entstanden – ein großes komplexes Thema.

Auch Mike Hellwig widmet sich dem Thema „Etwas in mir will sterben“ sehr ausgiebig. Ein kurzes Video dazu von ihm über „Etwas will sterben – Depression, Autoimmunkrankheit, Selbstmordgedanken“

 

Ich wünsche dir viel Kraft, dich diesem schmerzhaften Thema zu stellen, damit du dich endlich diesem Eiskind in dir zuwenden kannst. Es hat nur dich ..

Alles Liebe, Renate

 

Om Mani Padme Hum 💚

Om Mani Padme Hum 💚

 

Da ich immer daran interessiert bin, dich näher kennen zu lernen, würde ich mich sehr freuen, wenn du unter diesen Artikel einen kurzen Satz darüber schreibst, was Dich gerade am stärksten bewegt. 😃

© 02/2017, Renate Hechenberger. All Rights Reserved. Bitte Beiträge NICHT kopieren. Du kannst gerne einen Blogbeitrag von mir Rebloggen oder ein Zitat aus einem meiner Blogbeiträge mit meinem Namen und einem Link zum jeweiligen Artikel auf meinem Blog einbinden. Danke.

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54 Kommentare

  1. Hallo Renate,
    das Gefühl sterben zu wollen habe ich häufiger, aber in letzter Zeit dazu auch einen eisigen Schauer, häufig wenn sich etwas sehr schwer oder aussichtslos anfühlt. Das Bild mit dem eingefrorenen Bild scheint da gut zu passen.
    Bei vieler verschiedener Arbeit mit dem Kind und vielem drumherum ist mir klar geworden, dass ich dem Kind nicht geben kann, was es braucht. Auch ein therapeutischer Rahmen ist dazu nur begrenzt geeignet, denn es geht um langfristig Gehalten-Sein, Zugehörig sein, sich gefühlt fühlen. Das kann eigentlich nur im „realen Leben“ passieren. Selbst therapeutische Sessions können da nur eine Ahnung davon vermitteln, was möglich ist, und vielleicht etwas „antauen“, aber nicht wirklich nachhaltig Lebendigkeit schaffen.
    Deswegen bin ich da immer mal wirklich verzweifelt, weil ich keine Entwicklungsmöglichkeit sehe.

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    • Hallo Tina,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar ..😀🌷

      Die Phase in der du dich befindest ist eine echt schwierige, ich weiß. Dieser Kindanteil weigert sich meistens partout, sich auch nur annähernd von dir selber „beeltern“ zu lassen und oft auch von Therapeuten .. es möchte die „Aussenliebe“ spüren, aber wenn der Therapeut dass nicht selber schon geheilt hat und den offenen Herzraum dafür besitzt und FÜHLT was das Kind FÜHLT ist es eben immer nur etwas besser“, aber nie „ganz“.

      Der Kindanteil, der sich nicht von dir beeltern lassen will ist der Schwierigste und der ist es, der immer wieder versucht, sich das aus der Beziehung zu holen. Was natürlich selten klappt und sicher nicht über längere Zeit hinweg.

      Die Verzweiflung die du spürst ist das Kind, nicht das ganze DU, bitte erinnere dich daran! Immer wieder: „Etwas in mir fühlt so und so“ – niemals „Ich fühle so und so“ …

      Vielleicht magst du dich auch etwas mit der Arbeit von Mike Hellwig befassen, gibts super Bücher und viele Youtube Video ..

      Nicht aufgeben! Weiter machen, DIR zuliebe, sonst niemanden. Das Kind und du – seid euch das wert!!!! Sterben ist leider auch nicht die Lösung, sorry.

      Von Herz zu Herz 💕
      Renate

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      • Hallo Renate,

        danke für die Antwort. Ich glaube, dass dieser Anteil recht hat. Was ihm fehlt, ist ein Aufgehoben-Sein in der Welt. Und das ist logischerweise nichts, was ich oder Therapeut_innen ihm geben können, denn wir sind ja nicht die Welt. Wenn ich in meinem jetzigen Leben aufgehoben wäre, könnte ich dem Kind vielleicht erklären, dass sich die Situation geändert hat. Aber das ist nicht der Fall, und somit gibt es da nicht wirklich etwas zu tun.

        Das „ich bin nicht der Anteil“ (manchmal auch „ich bin nicht meine Gefühle“) ist ja die klassische buddhistische Praxis der Desidentifikation. Das finde ich durchaus hilfreich um mit schwierigen Gefühlen umgehen zu können, aber nichts, was ich mein Leben lang machen möchte. Es macht das Leben doch ziemlich trocken.

        Aber das ist ein anderes Thema. Spannend finde ich das mit dem eingefrorenen Kind, und wie das aufgetaut werden kann. Ich glaube in der Zwischenzeit, dass das nur durch ein entsprechendes Umfeld passieren kann. Da fangen Therapeut_innen und Heiler_innen üblicherweise an zu „schimpfen“ weil das unserer eigenen Kontrolle (und damit auch der Veränderung mit ihrer Unterstützung) entzogen ist. Aber vielleicht bleibt da nichts anderes übrig, als das einfach so zu akzeptieren.

        Viele Grüße,

        Tina

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        • Hallo Tina,

          Ich habe nicht gesagt dass du nicht der Anteil bist! Auch ich möchte keine „klassische buddhistische Praxis der Desidentifikation“ leben, verbreiten und lehren. Im Gegenteil!
          „Etwas in mir“ anstatt „Ich“ ist eine Kommunikationstechnik aus der Focusing Praxis, keine buddhistische Lebensanschauung! Dieses „Etwas in mir“ gibt dir die Chance einen inneren Schritt zurückzutreten, damit du aus der 100% Identifikation mit dem Schmerz/Kind für einen Moment heraus kommst, denn nur so ist Heilung möglich. Und es ist möglich, denn manche von uns haben es geschafft!

          „Zu akzeptieren was ist“ – ist immer eine gute Lösung und manchmal ist es so. Nicht alles kann geheilt werden, vor allem, wenn die Seele es nicht will.

          Von Herz zu Herz 💕
          Renate

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          • Hallo Renate,
            das ist ein interessanter Austausch. Mal gucken, wie lange das noch Sinn macht, vielleicht ist dann irgendwann einfach alles gesagt.
            Bzgl. Desidentifikation liegen wir wahrscheinlich nicht weit auseinander: als Werkzeug kann es praktisch sein, als Lebenseinstellung eher nicht. Das passt so.
            Den anderen Teil finde ich spannender, und da weiß ich nicht so richtig, was Du mir sagen willst. Ich glaube, meine Frage ist, was kann gemacht werden, wenn das Einfrieren der Seele (oder des Seelenanteils) eine adäquate Reaktion auf die Lebenssituation ist oder zu sein scheint? Ist da Veränderung möglich?
            Wie Du schreibst, Akzeptieren was ist, ist auf jeden Fall ein guter Schritt, und der ist oft ja schon schwer genug, vor allem, weil Wege gefunden werden müssen, um mit dem dabei aufkommenden Schmerz irgendwie umzugehen. Und das ist dann wahrscheinlich auch wieder einfrieren, auch wenn das Einfrieren andererseits eher eine Schutzreaktion davor ist, dass der Schmerz sonst zu viel wäre, und deshalb das Überleben gefährden würde.

            Naja, wie Du siehst bin ich da nicht ganz klar. Wenn Du da noch Ideen hast, fände ich das spannend, ansonsten können wir es, denke ich, aber auch gut dabei belassen.

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            • Hallo Tina,

              Auch ein Austausch muss nicht immer „Sinn“ machen. Es ist oft ein (kurzes) Zusammenkommen auf den Lebenswegen, sich etwas beschnüffeln und vor allem, sich aneinander erfreuen 🌷

              Einfrieren der Seelenanteile: nochmals – auf dein erstes Kommentar hin, dass sich diese Teile nicht alle befrieden und heimbringen lassen: Wenn der Teil (noch) nicht will, dann lass ihn dort. Meiner Erfahrung nach ist es möglich und ja, es braucht viel Geduld und Liebe – und für die meisten von uns geht es nur mit einer Begleitung, die ein wirklich „offenes“ Herz dafür hat. Ich habe das in meinem Artikel beschrieben, muss es also nicht wiederholen.

              Ich habe mir jetzt die Zeit genommen und ein bisschen auf deinem Blog gelesen, jetzt verstehe ich etwas besser, aus welcher „Ecke du kommst“.. 🙂

              Ich stimme dir in vielen Dingen, über die du schreibst, aus vollem Herzen zu. Ich nenne es gerne „spiritual bypassing“ … Spiritualität und Wissen um feinstoffliche Bereiche wird (sehr oft) falsch angewendet. Es ist die falsche Medizin für den großen Schmerz in uns. Und auch endlose Therapie hat die meisten Menschen nur therapieresistent gemacht und nicht „geheilt“. Aber du weißt natürlich auch, dass das gar nicht die Absicht der meisten Therapeuten ist. Es geht fast immer nur um Bewältigungsstrategien, damit du funktionierst, nicht um zu heilen.

              Du erwähnst z.B. Vergebung: Meiner Meinung nach plagen sich vor allem Frauen mit
 einem Haufen Konzepte ab, die ihnen 
Erleichterung verschaffen sollen.
 Vom Druck und Stress, vom emotionalen Schmerz, 
von der Vergangenheit, von Schuldgefühlen, Einsamkeit 
und Scham.

              Meine Liebe, ich sag‘ dir wie ich das sehe: 
Ich scheiß auf Vergebung.
 Mit diesem Konzept wurden und werden
 Frauen kleingehalten.
 Es dient der Welt und anderen, zu zeigen,
 wir sind lieb, brav, fügsam, allzeit mitfühlend, 
verständnisvoll und verzeihend.
 Sind wir nicht, oder? Sind wir eben nicht 
pauschal oder selbstverständlich! Man kann nicht alles weg Hoʻoponopono-isieren – und du erklärst das wunderbar auf deinem Blog! Und so werden viele an sich sehr wertvolle Methoden, wie z.B. Hoʻoponopono, verzerrt und als Trostpflaster zweckentfremdend angewendet.

              Ich sag´ dir, wie ich es wahrnehme:
 Vergebung ist überflüssig. 
Sowas wie Vergebung stellt sich von allein 
ein (Bewusstseinswachstum – 😉), 
wenn wir verstanden haben, voll und ganz 
verstanden haben, was geschah´, was 
geschehen sollte und dies akzeptieren und integrieren können.
 Punkt.

              Wir alle haben Erfahrungen gemacht, die wir irgendwann
 nicht mehr hinterfragen. Dann ist es verstanden worden.
 Dann ist es integriert und ich brauche dann nicht mehr hingehen und sagen:
 „Ich vergebe dir“. Und auch nicht: „Ich vergebe mir.“ It’s finished, over, done, erledigt.
              Weil …. manchmal holt man dann den ganzen Mist 
erneut aus der Vergangenheits-Kiste heraus, weil wir 
andere mit unserem Vergebungs-Drang konfrontiert haben,
 diskutieren, erklären, endlos aufstellen und pipapo von neuem ….
              Nein ….. gegessen ist gegessen. Verdaut ist verdaut.

              Ich pfeif auf diesen Vergebungs-Rummel.
 Und ich löse mich von Konzepten.
 Ich will verstehen. Wirklich verstehen.
 Dann integrieren. Und dann weitergehen …

              Zurück zu deinem KindAnteil der einfach partout nicht kooperieren will (indem er sich heilen lässt usw): Du brachst keinen Ideenkatalog für diesen Teil in dir! Es helfen sicher eine große Portion Geduld, Wärme, Dranbleiben, Aushalten und den Teil in dir finden, der fest daran glaubt, das es sich sehr wohl ändern kann. Wenn du nur mit den Teilen in dir identifiziert bist, die das partout nicht mehr glauben, wird sich auch nichts ändern. Wie denn?

              Mike Hellwig erklärt das eigentlich recht schön in seinen Büchern (hab ihn dir schon mal vorgeschlagen): Der Wächteranteil in uns hat alles gelernt was wir lernen, vor allem, wie er Therapeuten umgehen kann … deshalb funktionieren die meisten dieser Methoden/Therapien usw. nicht so, wie sie angeboten / dargestellt werden. Wenn du also als Begleiter /Therapeut den Wächter nicht ins Boot holen kannst, wird der Klient nicht wirklich tief greifende Heilung erfahren. Ende.

              Bitte lies dich da zuerst etwas ein, denn es ist komplex und kann nicht in ein paar Sätzen erklärt und abgehandelt werden.

              Radikale Erlaubnis: Energetischen Missbrauch erkennen und beenden. Fortgeschrittene Arbeit mit dem inneren Kind – Mike Hellwig

              https://www.youtube.com/user/MikeHellwig

              Spiritual Bypassing: When Spirituality Disconnects Us from What Really Matters – Robert Masters

              Alles Liebe, Renate

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              • Hachja, schon irgendwie ein interessanter Austausch. Auf jeden Fall vielen Dank für’s Lesen in meinem Blog! Ja, mit klassischen Verfahren bin ich „austherapiert“, das habe ich z.B. auch in dieser Serie beschrieben: https://wunder2welt.wordpress.com/2015/09/21/alltagliche-ubergriffe-und-traumabearbeitung-community-und-andere-fragen/
                Und Spiritual Bypassing kenne ich auch, in den Literaturlisten von meinem Blog gibt es da einige Links dazu (auf Englisch gibt es mehr dazu).
                Von Mike Hellwig habe ich in das Video geschaut, er wirkte nicht wie ein Mensch, dem ich vertrauen könnte, und mit dem, was er sagte, konnte ich auch nicht viel anfangen. Habe dann nochmal die Beschreibung auf Amazon und einige Rezensionen gelesen. Hierbei war z.B folgender Satz treffend:
                „Als Nihilist, Anarchist und Gläubiger zugleich entlarvt er eine Welt aus Konvention und Anpassung, um eine schönere und bessere wiederaufzubauen: eine alles radikal erlaubende Welt, in der das Echtsein und das Bekennen zu dem, was wahrhaftig und wirklich in uns lebt, oberste Priorität haben.“
                Denn, die Welt, in der wir leben, ist eben nicht so, und dadurch, dass einzelne Menschen sich ändern, wird sie vielleicht ein bisschen anders, aber im Wesentlichen müssen Menschen, die so leben, damit umgehen können, dass die Menschen, mit denen sie es zu tun haben, die nicht so leben. Und darin liegt die wirkliche Herausforderung.
                Auch sonst wirkte das auch nicht wie etwas, dass ich auf meine Situation anwenden kann. Die Themen Scham und Sozialisation sind z.B. nicht das, was mich beschäftigt. Damit, mir etwas zu erlauben habe ich kein Problem. Das Problem entsteht durch die fehlende soziale Kompatibilität.

                Das bringt mich zu dem Punkt, um den es mir eigentlich geht:
                Ich halte die Reaktion des inneren Kinds, einzufrieren, für eine adäquate Reaktion auf meine Lebenssituation. Vielleicht hat dieses „ich“, dass dies so sieht, eine falsche Einschätzung meiner Lebenssituation, vielleicht ist es geprägt, von den Reaktionen des Kindes, aber erst einmal erscheint es „mir“ (d.h. allen Anteilen von mir, auf die ich Zugriff habe), realistisch.
                Deswegen die Frage: was ist in einer solchen Situation realistischerweise erreichbar? Natürlich wird der Wächter alle Versuche, in unsicheren Situationen sich zu öffnen, blockieren, weil das das Überleben, bzw. die restliche soziale Integration, gefährden würde. Und deshalb ist das auch eine sinnvolle Reaktion. Und öffnen in entsprechend sicheren Situationen kann ich auch, nur sind die entsprechend selten, so dass im Endeffekt ein eingefrorenes Kind übrig bleibt.

                Ich glaube, wir reden hier teilweise stark aneinander vorbei, was wahrscheinlich an unseren unterschiedlichen Herangehensweisen liegt. Vielleicht wurde mein Thema durch diesen Kommentar noch einmal deutlich, wenn nicht, dann passt das auch so.

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  2. Nicole sagt

    Wow, ich bin grad über Deine Worte gestolpert. Google hat es so gewollt. Ich befinde mich selbst in der Situation und Begegnung mit meinem inneren „Eiskind“. Du hast sehr treffende Worte gefunden zu beschreiben, wie es sich verhält und wie schwer es ist, sich diesem anzunähern. Auch der Energieaufwand, wenn man einen Zugang erschaffen konnte, ist immens. Ich hoffe, dass ich es schaffe, richtige Entscheidungen zu treffen, auszuführen und meinem „Eiskind“ die schönen Emotionen des Lebens näher zu bringen.

    Danke für Deine Worte…..

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    • Liebe Nicole,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Feedback. 😀🌷

      Ich bin mir sicher dass du dein Eiskind erreichen wirst, es fühlt sich gut an, hat schon angefangen „aufzutauen“ 🙂 – denn du hast die Absicht dazu. Ja es ist viel Aufwand; man hat keine Ahnung wieviel, bevor man dieses Thema nicht selber angegangen ist. Es erfordert sehr viel Geduld und Liebe. Aber wer sonst wird es machen, ausser du selber; jeden Tag etwas – das ist das Geheimnis 🙂

      Ich danke dir für deine Arbeit an dir – es hilft nicht nur dir, sondern uns allen.

      Von Herz zu Herz 💕
      Renate

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  3. Claudia sagt

    Liebe Renate,
    „zufällig“ stoße ich auf deinen o.g. Beitrag und er berührt mich sehr. Ich kann es so sehr nachfühlen. Manchmal scheint das „heim gehen“ der einzig gangbare Weg. Man ist müde, ausgelaugt, hoffnungslos. Auch wenn „andere Teile“ am Leben klammern, ja es sogar unglaublich schön und wundervoll finden. Man ist wie „gespalten“. Unsere inneren Kinder gehen manchmal in gegensätzliche Richtungen. Diese „Herde“ ^_^ zu vereinen, ist manches Mal ein echtes Kunststück. Danke für deine immer inspirierenden Texte, deine Lösungsansätze :-*
    Alles Liebe
    Claudia

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    • Liebe Claudia,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar. 😊🌷
      Freut mich sehr, dass dich meine Texte inspirieren.

      Ja manchmal ist das „heimgehen“ wirklich alles was noch bleibt und wie du so schön sagst „manchmal wollen die Inneren Kinder nur in die entgegengesetzte Richtung ..“

      Alles Liebe,
      Renate

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  4. Rico Gerecke sagt

    Liebe Renate,

    dein Beitrag hat mich fast umgehauen. Als wenn Du aus meinen Gedanken sprichst, endlich hast Du in Worte gefasst, was ich in letzter Zeit so oft fühle. Diese Leere, diese Enttäuschung, diese tägliche Demütigung, wie Nadelstiche jeden Tag. Ich warte schon lange auf eine positive Veränderung, aber nichts passiert. Meine Autoimmunkrankheit Psoriasis in Verbindung mit Arthritis macht mir immer mehr zu schaffen. Jeden Morgen unsägliche Schmerzen an vielen Gelenken, manchmal tut der ganze Körper weh. Und ich sehe diese vielen ferngesteuerten Menschen um mich herum, manchmal ist es kaum auszuhalten.

    LG Rico

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    • Lieber Rico,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar. 😊

      Ich spüre wie schwer das Leben für dich im Moment ist und deine Krankheit vertieft den Urzustand deiner Leere und die unsäglich tiefe Enttäuschng über dieses Leben.

      Was kann ich dir sagen? Die ferngesteuerten Menschen um dich herum sind in diesem Zustand, weil sie ihr Leben auch nicht aushalten ..

      Vielleicht schaffst du es an den Tagen, wo es dir etwas besser geht, einfach das was gut ist wieder mehr wertzuschätzen; du bist wie kaum jemand dazu „gezwungen“ im Jetzt zu leben, von Augenblick zu Augenblick. Lass so gut du kannst das „Warten auf positive Veränderung“ los indem du dich durch das Atmen sofort in die Gegenwart bringst. Warten ist immer in der Zukunft, dort kannst du nichts verändern, wie du sicher schon weißt.

      Das ist natürlich keine leichte Aufgabe, aber versuch es einfach. Was hast du denn zu verlieren?

      Vielleicht suchst du dir auch gute Begleitung wie einen IFS Therapeuten in deiner Gegend für dieses Kind in dir.
      http://www.ifs-europe.net/

      Alles Liebe und viel Kraft weiterhin,
      Renate

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  5. claudia heinrich-Börder sagt

    Liebe Renate – jetzt weiss ich wohl, warum ich vorher diesen Artikel geschickt umschifft habe. Es trifft mich mit aller Wucht, ich fühle mich eiskalt erwischt.
    Vor ca. 2 Wochen bin ich diesem Anteil begegnet, ich wusste zunächst nicht richtig etwas mit anzufangen, nun umso mehr. Was ich jetzt zu tun habe, weiss ich nicht recht.
    Wie Du weisst, leide ich unter einer Autoimmunkrankheit, mein „Freund“ Rheuma. Im Großen und ganzen haben sich nun über ein Jahr meine Werte verbessert, aber gut ist es noch lange nicht. Mehr Lebensfreude ist eingekehrt, doch ebenso heftig noch immer die Kehrseite der Medaille zu fühlen.
    Ich danke Dir für diesen Artikel, vllt hilft es ja weiter.
    Gerne würde ich irgendwann auch wieder die Arbeit mit Dir aufnehmen können, ich denke, die Wogen hier sind nun geglättet.
    Herzlichen Gruß

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    • Liebe Claudia,

      ja meine Liebe, ich weiß dass da so ein Kind in dir ist. Im Moment must du gar nichts tun, das Erkennen ist schon ein wichtiger Punkt. Dieses „Eiskind“ braucht viel, viel Zeit und Liebe, da geht nix mit normaler Energiearbeit usw.

      Sitzungen: ab November bin ich wieder im Einsatz, melde dich im Oktober dafür.

      Alles Liebe, Renate

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  6. s. sagt

    ich danke dir…ja es hilft mir…das zu lesen…ich bin im moment gerade stark mit diesem teil in kontakt…jetzt weint es in mir…..ich bin auf dem weg….auch fuer meine mutter. Danke dir sandra

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    • Liebe Sandra,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar.😊🥀

      Von Herz zu Herz 💕
      Renate

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  7. Liebe Renate, die Beschreibung dieses tieftraurigen, verletzten, unverstandenen Kindes ist von größtem Mitgefühl erfüllt. Mein „trauriges Kind“, das sich nie verstanden u. angenommen fühlte u. „einfach“ nur weg wollte, fühlt sich von dir verstanden. Danke für dieses großartige Gefühl… Diese Wirkung, die dabei eintritt, ist heilsam. Und diese einmalige Geduld des Daseins u. Zuhörens ist unendlich fein u. kostbar. Das Kind ist ganz erstaunt u. erleichtert, dass es dieses Verständnis auf der Erde doch gibt….Und tief berührend war für mich dabei auch die Video-Botschaft von Kirstin Garsoffsky. Danke, liebe Renate für dein Wirken u. Sein. Mein „trauriges, kleines Kind“ liebt dich sehr….

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    • Liebe Evelyne,

      oh vielen lieben Dank für deine berührenden Worte. Freut mich auch, das dich das Video von Kirstin „erwischt“ hat, sie ist ganz mutig und ohne Schnörkeln eingetaucht in das Unaussprechliche.

      Mein Kind liebt dich auch sehr, du hast so schöne Worte und einen sooo schönen Klang, der erreicht sie. Umarme dein trauriges Kind von mir, sie darf genau da sein wo sie ist, wir beide sind für „es“ da ..

      Herzlichst, Renate

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  8. Pingback: RENATES BLOG

  9. Petra sagt

    Ich frage mich, gibt es tatsächlich Menschen die sich darin nicht erkennen können. Ich gehe soweit zu behaupten, daß das Problem und diese Schmerzen in jedem Menschen liegen. Und diese Melodie, trägt man weiter zur nächsten Generation. Wo ist da der Sinn? Und anscheinend muss man immer wieder kommen, bis das Problem gelöst ist, und es wird nie einfacher. Wie kann man dem inneren Kind erklären, hurra freue dich auf das Leben, es ist wunderbar wie es ist.

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    • Liebe Petra,
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar. 🌺💚

      Ja, ich versteh deine Frage sehr gut, ob es tatsächlich Menschen gibt, die sich tatsächlich darin nicht erkennen können .. 😊 – ja deren gibt es ganz viele, siehe die Welt um dich herum.

      Auch ich glaube, dass ALLE Menschen zur Zeit davon betroffen sind, zumindest alle, die nicht im Urwald bei Ureinwohnern leben – und die werden auch langsam traumatisiert durch die Bedrohung ihrer Umwelt.

      Wo ist der Sinn? Eine komplizierte Frage und nicht leicht zu beantworten, denn es gibt so viele Gründe, warum Menschen hier sind, inkarniert sind. Ich glaube nicht daran, dass es original so gewollt war, aber es ist passiert und viel von uns haben darauf reagiert, haben die Hilferufe der Erde vernommen, sind aus reiner Liebe und mit der Absicht zu helfen, hier „gelandet und gestrandet“.

      Ja man kommt immer wieder, bis es sich erledigt hat, aber das ist für viele kein Trost, im Gegenteil. Es fühlt sich an, als ob wir auf ewig hier verdammt sind ..

      Dem Kind musst du das auch nicht erklären, es braucht keine Erklärung, es braucht dich und deine Liebe, das ist ein guter Anfang und das Beste, das du geben/machen kannst.

      Herzlichst, Renate

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  10. Sandra sagt

    Liebe Renate, ich habe auch so ein Eiskind und das Thema ich möchte gehen begleitet mich seitdem ich im Bauch meiner Mutter gewesen bin. Alleine die mir von mir auferlegte Verantwortung hat mich immer am bewussten umsetzen gehindert obwohl ich seit Ewigkeit an mir arbeite. Danke für diesen Beitrag ❤️

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    • Liebe Sandra,
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist und Danke dir für dein Kommentar. 💐💙

      Eine nicht mehr so junge Seele hat oft die Kraft, „Disziplin“ und Verantwortungsgefühl einzusetzen, damit man hier überlebt mit diesem Schmerz – so sieht das wohl in deinem Fall aus 😊.
      Ein ungewolltes Kind zu sein, ist sicher der stärkste Imprint, den man sich hier holen kann, ich spreche aus Erfahrung.

      Erlaube dir, nachdem du schon so lange daran arbeitest, dass es jetzt da sein darf, einfach so. Das nimmt den Stress und den Druck raus.
      Erlaube dir, dass du bis zu deinem letzten Atemzug hier auf Erden eventuell daran „arbeiten“ wirst – oder auch nicht … Entspannung bei dem Thema hilft.

      Du musst nicht irgendwo anders sein, als da wo du gerade bist.

      Herzlichst, Renate

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  11. Hallo Renate,
    Ich habe vor einem Jahr eine Geschichte zu diesem Thema geschrieben. Das blaue Mädchen. Eine befreundete Künstlerin hat sie illustriert. Wir gestalten Märchen für die Seele. Ich vermute unsere inneren Kinder leiten uns dabei an…
    Dein Artikel ist sehr treffend.
    Liebste Grüße, Liora

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    • Liebe Liora ..
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist und Danke dir für dein Kommentar. 💛🌺
      Alles Gute für eure Geschichte bzw. Buch – ich hoffe es ist erfolgreich. Du kannst gerne den Link dafür hier posten.

      Alles Liebe, Renate

      Gefällt mir

  12. Hilke sagt

    Oh, dein Kind liebt mich, das ist sooo schön!
    Ich mach dir eine Gänseblümchenschmuckkette, das habe ich als Kind so oft gemacht für alle die ich liebhatte.
    Ich danke dir, du klasse Frau

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Ingrid,
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist. 🌸💖

      Ja ich weiß, „man“ fühlt nichts mehr. Dein Wächtersystem ist offensichtlich gut am arbeiten, es hält den Schmerz verborgen, denn er ist kaum auszuhalten. Deshalb geht es dir auch nicht schlecht.
      Du musst nichts tun; vor allem nichts aufreißen, wofür du noch nicht bereit bist.

      Alles zu seiner/ihrer Zeit.
      Auf ein weiteres, 😇
      Renate

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  13. Ein ganz herzliches Dankeschön für die so treffende und so wunderbare Beschreibung von einem „Zustand“, der in Wahrheit – eigentlich – kaum zu beschreiben ist. Alle Achtung, niemals hätte ich dies jemals so genau, aber auch nicht so schön beschreiben können.

    Doch ich habe mich hier nun in fast einem jeden Wort wieder gefunden.

    Allein dies ist nun schon ein klein wenig heilsam. Vor allem aber auch ein ganz hilfreicher „Balsam“ für die Seele von diesem, trotz allem aber noch immer vorhandenen Kind, von jener erstarrten und kalten – „Welt“ -aus dem Eis.

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    • Liebe Claudia,

      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist. 💕🌷

      Es ist so berührend von euch diese Kommentare darüber zu lesen und Etwas in mir lächelt. Danke für dein Danke 🙂
      Jede von euch trägt so viel dazu bei, dass diese Kinder ENDLICH ans Licht kommen dürfen.

      Ja, es ist schwierig zu beschreiben, denn jedes Kind hat ja auch seine ganz eigene Story, nie gleich und doch alle ähnlich ..

      Auf eine weiteres „Ent-eisen“ ..
      Alles Liebe, Renate

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  14. Dass gefällt mir, dieser Text ist einfach toll. ich fühlt bis heute dieses kleine Eiskind in mir und werde es annehmen und anschauen wenn es sich von Zeit zu Zeit mal wieder zeigen will! Mein Eiskind – Gedicht und eine Buch ist in der Vorbereitung, jetzt wurde ich inspiriert und schreibe weiter an meinem Buch!!! DANKE

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    • Liebe Ina,
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist. 💜🌻

      Das finde ich jetzt aber toll, dass du ein Buch und Gedicht über dein Eiskind schreiben möchtest! Melde dich, wenn es soweit ist!!

      Viele Erfolg und bis bald wieder,
      Renate

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    • Liebe Kirstin,

      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist.💗 🌸
      Super, dass du ein Video zu diesem Thema machen möchtest und hier verweisen, immer appreciated 🙂

      Schick mir den Link wenn es soweit ist und ich poste ihn auch 🙂
      Ich habe keinen eigenen YouTube Kanal – noch nicht, kommt sicher irgendwann ..

      Alles Liebe und viel Erfolg mit deinem Video,
      Renate

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  15. Veronika sagt

    Wow, kennst du mich? Nach sehr vielen Jahren beginne ich mein inneres Kind wieder zu spüren. Ich weine Freudentränen. DANKE für deinen Beitrag.

    Gefällt mir

    • Liebe Veronika,

      ja kann sein 🙂

      Weine nur weiter, deine Tränen sind sehr heilsam, denn jemand MUSS für dieses Kind weinen – um es zu „ent-eisen“.
      Alles Liebe dir, 🌺
      Renate

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  16. Pingback: Am liebsten möchte ich sterben | THE INFORMATION SPACE

  17. Maria-Theresia sagt

    Hallo Renate,
    Das Eiskind bewegt mich, da ich eine ganz lange Zeit mich wie erfroren gefühlt hatte. Vor allen Dingen im Herzen. Es ist heute nicht mehr so, doch gibt es zur Zeit noch etwas ganz tief sitzendes. Das Video mit Mike Hellwig hat mich mal wieder daran erinnert, alles da sein zu lassen. Und es ist so erfrischend damit zu spielen.
    Danke für Deinen Text. Es ist schon eine Wohltat ihn zu lesen 🙂
    Herzlicher Gruß
    Maria-Theresia

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Maria-Theresia,
      herzlich Willkommen hier bei mir. Schön, dass du da bist. 💚🌷

      Ja es bringt eine große Erleichterung, wenn wir das mal kapiert haben, es darf da sein, genau so wie es ist. Erst dann kommt etwas Entspannung in die Situation, dann geht man den nächsten Schritt.

      Unser aller „gefrorenen Herzen“ sind (zumindest bei einigen von uns) langsam am auftauen, beobachte ich zu meiner tiefen Freude 😊 – auch wenn’s weh tut und wir Angst vor diesem Schmerz haben. Vor allem wir Frauen haben da eine sehr wichtige Runde vor uns, denn sonst kommen nie halbwegs „gesunde“ Kinder auf dieser Erde ins Erwachsenenalter. Der große, ungeheilte Schmerz unserer Mütter (und auch Väter) kommt jetzt mit voller Wucht zu Tage ..
      Alles Liebe dir, Renate

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      • Maria-Theresia sagt

        Liebe Renate,
        danke für’s Willkommenheißen 🙂
        „…. der ungeheilte Schmerz unserer Mütter…“ das spüre ich und habe ich i.M. direkt vor Augen, da ich bei meiner Mum bin, wegen keiner Wohnung zur Zeit. Und das mit 57 Jahren. Es ist nicht leicht und ich
        fühle mich oft, wie das kleine Mädchen von damals: nicht gesehen, störend im eigenen Ablauf und für bekloppt gehalten wegen anderen Ansichten und Worten. Es triggert oft …. puh. Ich als Erwachsene, die erkennen kann, habe da schon meine Herausforderungen im Herzen zu bleiben bzw. immer wieder darin zurückzufinden. Mein Kind hatte da gar keine Möglichkeit als diese Schutzwälle bis zum eigenen Eingesperrt fühlen zu bauen. Jetzt sehe ich bei meiner Mum unverrückbare Mauern und dass es ihr gar nicht gut geht damit. Dennoch will sie sie behalten und jedes andere Wort von mir, jede andere Handlung (als ihre) macht ihr Stress. Und sie möchte alles im Außen genau so, wie sie es will. Daher hat sie fast immer Stress und Kopfkino. Im Grunde ist es traurig zu sehen, zu spüren und das mit 82 Jahren.
        Manchmal will ich nur noch weg…. wie als Kind. Doch ist es ganz und gar nicht dran. Eine andere Art von Abnabeln ist dran, dann kann ich weiter ziehen.
        Herzensgrüße
        Maria-Theresia

        Gefällt 1 Person

        • Hallo Maria-Theresia,

          ich fühle mit dir, ich weiß, das ist der Ober-Hammer, wenn man sich in so einer Situation befindet – du fühlst dich wieder total ausgeliefert ..
          Mit 57 nochmals bei Mutter zu leben ist sicher nicht leicht und dein Kind hat große Probleme damit, kommt sehr stark herüber – aber sie steckt auch in ihrer „Hoffnungsschleife“ fest. Nur es passiert leider nie. Zuerst wirst du Multi-Millionärin 🙂

          Ich kenne dieses Gefühl gut, denn mir geht es ähnlich, wenn ich nach Hause fahre, und ich muss da nicht leben!
          Diese Situation ist fast nicht zum aushalten – und doch musst du es jetzt, bist also zum 2. Mal von der Mutter für dein Überleben abhängig. Ich frage mich auch öfters, warum solche Dinge passieren und wieviel trägt dieses ungeheilte Kind in uns dazu bei, dass solche Sitationen passieren. Wartet sie immer noch auf die Aufmerksamkeit und Liebe dieser einen Person, die unfähig ist sie zu geben? Ich denke ja – und du stehst zwischen dem Kind und den Wächtern …

          Mike Hellwig hat ein paar Videos darüber, findest du auf seinem YouTube Kanal, genau zu diesem Thema. Mal zum anfagen .. 🙂
          Alles Liebe und viel Kraft für diesen Moment,
          Renate

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  18. Hilke sagt

    Liebe Renate,
    ich habe tiefes Mitgefühl mit dieser Seele.
    Viele Jahre lief ich mit einem solchen Gefühl rum und tat alles, daß es mir besser ging. Erst als ich „zusammenbrach“ und es mir eingestand, erst als ich aufhörte, daß es mir „besser“ gehen solle und endlich bereit war fühlen, was eben da war (und daraufhin viele Ent-scheidungen traf u. kompromißlos umsetzte), da erhob sich etwas in mir und seufzte erleichtert.
    Daher kann ich der radikalen Erlaubnis nur zustimmen, weil es in meiner Erfahrung das Beste war, was mir passieren konnte.
    Kürzlich las ich das Buch „Erinnerungen an den Himmel“, damit ich einfach mal wieder etwas von Kindern wahrnahm, die nicht traumatisiert sind, fernab von Pizzagate und anderen Scheußlichkeiten.
    Ich glaube, erst wenn wir den „roten Faden“ in uns, das was als Konstante als unser Wesen sich herauskristallisiert, gefunden haben, dann wissen wir wer wir sind und können uns immer wieder dran erinnern, wenn wir uns mal wieder getrennt fühlen. Das hält den Schmerz nicht davon ab, wiederzukommen wenn es so ist, doch dann ist es diese Erinnerung an das was konstant in uns ist, an diese reine Natur, die uns den Weg zeigt.
    Und manchmal ist es eine Renate!:-)<3

    Gefällt 1 Person

    • Oh vielen Dank liebe Hilke 🙃 – schön, dass du das sagt, mein Kind liebt dich 👼

      Ich kann gut verstehen, dass du mal wieder was „Schönes“ lesen wolltest (ohne Pizzagate usw). Ja alle diese Scheußlichkeiten kommen mehr und mehr ans Licht, es ist kaum auszuhalten und doch braucht es uns, damit es hoch kommen kann.

      Es ist die tolle Arbeit die jeder hier macht, mutig sich ins tiefe Wasser stürzt, und so, Runde um Runde, den Karren wieder (wenn auch sehr langsam) aus dem Dreck ziehen hilft.

      DANKE für deine Arbeit mit deinem Kind – und dass du das auch hier mit uns teilst; ich meine das ganz ernsthaft! Es ist so wichtig zu hören, dass es möglich ist, dass welche diesen Weg schon eine Strecke runter sind, denn wenn wir uns stetig weiterhin weigern, da hinzuschauen/hinzufühlen, werden wir es als Menschheit nicht schaffen.

      Alles Liebe, 💜🌷💕

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