Erhöhtes Bewusstsein, Exklusivreihe
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Du fühlst bevor du denkst

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Liebe Leserin, Liebe Leser,

Der Autor dieses Artikels möchte sich bei dir vorstellen. Mein Name ist Steven Black und ich schrieb diesen Beitrag exklusiv für die Abonnenten der CoReOn Academy – in welcher alle Projekte von Renate zusammen laufen. Ich arbeite seit Jahren mit Renate, um mich persönlich, spirituell und emotional weiterzuentwickeln und ich bin stolz darauf, mit ihr zusammen die CoReOn Academy in die nächsten Entwicklungsstufen begleiten zu dürfen.

Auf meinem Blog schreibe ich über viele Themen die sich rund um Bewusstsein, Transformation und andere Themen drehen. Meistens schreibe ich über aktuelles Zeitgeschen und was mich gerade beschäftigt und inspiriert. Wenn du mich näher kennenlernen möchtest, bist du herzlich eingeladen auf meinem Blog vorbeizuschauen.

geschrieben von Steven Black:

Jeder Mensch hat einen physischen Körper der als Kulminationspunkt seiner energetischen, feinstofflich basierten Körper dient. Man sagt auch Energiekörper dazu. Der physische Körper ist der Brennpunkt des gesamten, aus all den verschiedenen, feinstofflichen Körpern und Schichten bestehenden Feldes, welche zusammen den Körper formen, ernähren, beleben und durchdringen. Das ganze Feld der feinstofflichen Körper wird Aura genannt. Die feinstofflichen Körper sind untereinander alle durch die Chakren verbunden und durch diese fließen die Energien und Informationen über den ätherischen zum physischen Körper.

Innerhalb des physischen Körpers werden diese Energien und Informationen an die jeweiligen Knoten- und Verarbeitungszentren geleitet, die mit den spezifischen Informationen verknüpft sind. Das schließt das gesamte physisch existierende Netzwerk des Menschen ein – alle seine Organe, Drüsen, Blutkreislauf, Gehirnsynapsen, Nervensystem usw.

Der Emotionalkörper ist dem Mentalkörper vorgeschaltet und bevor wir denken fühlen wir.

Während jedoch die psychologisch– wissenschaftliche Betrachtung immer noch der allgemein akzeptierten Idee von der “Vorherrschaft des Verstandes” anhängt, sind es tatsächlich unsere Emotionen und Gefühle, welche die Grundlage für unser Denken bilden. Unser Denken gibt uns wiederum die Möglichkeit, was wir fühlen zu definieren, einzuordnen und zu bewerten. Denken und Fühlen beziehen sich ständig aufeinander. Die Emotionen sind aber stärker als der rein mentale Ansatz, sie sind die Grundlage und der Treibstoff, wodurch Gedanken nach Verwirklichung streben. Das hat etwas mit kreativer Schöpfung zu tun, welche wir bewusst einsetzen können, aber meistens läuft das eher sehr unbewusst im Menschen ab.

Es ist ein großer Irrtum, dass in diversen spirituellen Ansätzen ständig der Verstand als “Übeltäter” auserkoren wird, der einem das Leben scheinbar vermiest. Aber es ist verständlich, wie es zu diesen Ansätzen gekommen ist. Zweifellos gibt es viele Menschen, die mit vielfältigen “Hamsterrädern” gedanklicher Natur in ihrem Leben Probleme haben. Gedankenkreisläufe, die einen ständig auf Trab halten und wo der einzelne Mensch oft den Eindruck bekommen kann, er steht seinen eigenen Gedanken hilflos und ohnmächtig gegenüber.

Ob nun Gedanken der Selbstkritik, des Zweifels, jeder Menge Sorgen, Ratlosigkeit, Selbstablehnung, Selbsthass, usw. Problem betrachtet, Problem analysiert – aha, Problem erkannt – die Lösung lautete: Denke weniger! Lass den Verstand still werden Konzepte, denke positiv Ideen, bleib im Sein Ratschläge waren die Folge. Die psychologischen Ansätze schlugen sich vorwiegend in Gesprächstherapien, Mentaltraining, oder schlimmstenfalls in ärztlicher Medikamentierung nieder.

Du fühlst, bevor du denkst! Denken kommt danach, denken ist nach-denken.

Sicher, diese Gedankenkreisläufe kommen über den Verstand, aber er ist nicht der Verursacher davon, er ist lediglich das “ausführende Organ”, welches die vorhandenen emotionalen Daten entschlüsselt, interpretiert hat und wiedergibt. Die Ursache sind diverse emotionale Energien, die sich im Emotionalkörper zu stauen begannen und den freien Fluss von Energieaustausch, zwischen Emotional – und Mentalkörper “verdünnten”. Was bedeutet, der Verstand kann nur analysieren, interpretieren, ordnen und nach – denken, was an emotionalen Inhalten verfügbar ist.

Nehmen wir als ein Beispiel, einmal folgendes an: Du hast als Kind, als Jugendlicher oder auch als Erwachsener, ein Erlebnis mit einem anderen Menschen gehabt, wo du dich nicht Ernst genommen fühltest oder wo du vielleicht gedemütigt wurdest. Vielleicht schimpfst du in Gedanken mit dieser anderen Person, verurteilst sie und führst einige Zeit lang “Selbstgespräche” in dieser Hinsicht. Dieses Erlebnis fühlte sich natürlich gar nicht gut für dich an und du willst das eigentlich nicht fühlen. Und im Laufe unseres Lebens gab es viele derartige oder vergleichbar unerfreuliche Erlebnisse und Gefühle – bei allen Menschen.

Die übliche Herangehensweise besteht darin, dass man so ein Erlebnis so schnell wie nur möglich “vergisst”. Man unterdrückt und verschiebt die Gefühle der Ohnmacht, der Scham oder vielleicht auch der Wut, die auf derartige Erfahrungen folgen und “steckt” sie in das sogenannte Unterbewusstsein. Und das bedeutet, der Verstand erhält keine vollständigen Daten über dieses Ereignis, denn sie sind dann fehlbehaftet und somit nicht wirklich prozessierbar und das Ereignis kann nicht korrekt eingeordnet und verarbeitet werden.

Andererseits erzeugt der Verstand auch Emotionen und Gefühle, weil sich Emotional– und Mentalkörper ständig aufeinander beziehen. Fühlen und Denken reagiert und interagiert stets miteinander. Es sind miteinander verschaltete, aufeinander rückwirkende und bezugnehmende Prozesse. Fühlen ist die primäre Wahrnehmung des Menschen, Denken ist das, was danach passiert. Denken assoziiert, interpretiert und bewertet Emotionen. Das Denken hilft uns, die Gefühle und Emotionen einzuordnen. Natürlicherweise favorisieren wir gute Gefühle, wir wollen uns am liebsten nur gut fühlen. Unser Verstand archiviert und ordnet Erfahrungen innerhalb einer “gut oder schlecht Bewertungsskala” ein. Gute Gefühle – super, muss unbedingt wiederholt werden. Schlechte Gefühle – ne du, lass mal sein.

Nun assoziiert der Verstand aber jedes Gefühl, das auf ein x-beliebiges Erlebnis erfolgt, mit dem gesamten Inhalt, der in der jeweiligen Situation aufgetreten ist und gleicht es mit vergangenen Ereignissen ab. Nehmen wir weiterhin an, das beispielhafte Erlebnis der Demütigung fand in einer Küche statt, wo noch drei andere Menschen zugegen waren. Messerscharf analysiert er: Schlechtes Gefühl = Küche, 3 Menschen, die jeweiligen Worte an sich, Gerüche im Raum, etc. Im Grunde wird eine vollständige Aufzeichnung der ganzen visuellen, taktilen, olfaktorischen, akustischen und gustatorischen Sinneswahrnehmung gemacht und wird mit vergangenen, ähnlichen Erlebnissen abgeglichen.

Dein Bewusstsein wird daraufhin mit emotionalen Erinnerungen, also einem Gefühl eines früheren, weiter zurückliegenden Ereignisses konfrontiert, wobei sich die Gefühle in der Gegenwart und aus der Vergangenheit vermischen, obwohl die Situationen dazu nicht identisch sind. Das ist der Versuch deines Verstandes, dich zu unterstützen, aber das führt meist zu einer zusätzlichen Belastung. Wenn du kein selbstreflexives Bewusstsein entwickelt hast und deinen Verstand im Autopilotenmodus arbeiten lässt, ist dies die limitierteste Version, welche du über ein x-beliebiges Ereignis bekommen wirst. Autopilotenmodus bedeutet, dass niemand “im Cockpit” anwesend ist, der lenkt.

Das läuft so schnell und automatisch in uns ab, dass uns das völlig entgeht und es verwirrt uns. Diese unvollständigen Daten werden dann meist noch unerfreulichere Gefühle stimulieren, was wiederum zu anderen, gedanklichen Fehlschaltungen führen kann. Das kann zu diversen Inhalten in unserem Bewusstsein führen, wonach wir uns dann wertlos fühlen oder ungeliebt. Auch das schieben wir sofort von der “bewussten Bildfläche” weg und blenden es aus unserem Leben so gut wie nur möglich aus.

Der Verstand im “Autopilotenmodus” ist in dieser Hinsicht nicht sehr gut dafür geeignet, um angemessen zu bewerten. Dieser “Autopilotenmodus” ist eine Basisfunktion des Verstandes, kein sehr gut entwickeltes Werkzeug, um adäquat auf Emotionen und Gefühle zu reagieren. Vor allem dann nicht, wenn wir einen inneren Widerstand gegen bestimmte aufkommende Emotionen haben. Es ist der innere Widerstand, welcher den tatsächlichen Inhalt verzerrt und dem Verstand nur teilweise Informationen über den Gefühlsinhalt zukommen lässt. Der Verstand denkt in Ähnlichkeiten UND Unterschieden, er kann hochkomplexe Berechnungen anstellen, wenn der volle Inhalt von Informationen gegeben ist. Aber das würde ein selbstreflexives Bewusstsein und die Bereitschaft zum Fühlen erfordern.

Im vollautomatischen, unbewussten “Autopilotenmodus”, werden dann vielleicht Glaubensmuster aufgebaut, die in etwa so lauten könnten: “Weil es damals so gewesen ist, wird es auch künftig und immer wieder so passieren.” Oder, “weil es damals so oder so gewesen ist, werde ich ab jetzt nur mehr knallhart auf andere Menschen reagieren und mich nie wieder verletzen lassen.” Diese emotionalen Signaturen werden zu mentalen Geschichten, die wir uns über uns selbst und das Leben erzählen und wir projizieren sie ebenso auf die Zukunft. So kann es eventuell passieren, dass du dich in Küchen nicht mehr so wohl fühlst oder, dass du dich künftig in Gegenwart mehrerer Menschen unbehaglich und unsicher fühlst. Du beginnst vielleicht Menschen allgemein abzuwehren, die dir nahe kommen könnten.

Selbstreflexion würde bedeuten, du erkundest bewusst, warum du dich so schlecht gefühlt hast. Dabei entdeckst du vielleicht, dass es frühere, ähnliche Erfahrungen diesbezüglich gibt, die vielleicht weit in deine frühe Kindheit zurückreichen. Dort haben die meisten Emotionen ihren Ursprung, welche als negativ klassifiziert werden und dich scheinbar verfolgen. Dort liegt die Wurzel aller emotionalen Konflikte, die uns im Leben begleiten.

Fühlen kann nur durch Beziehung und Kontakt stattfinden, indem ich in Beziehung bin mit mir selbst, anderen Menschen und Situationen. Indem ich tatsächlich anwesend bin, im Kontakt mit meinen Gefühlen und Emotionen.

Ein anderes Beispiel: Susi hat gesagt, ich bin eine blöde, strohdumme Kuh. Ich fühle mich dadurch verurteilt, nicht ebenbürtig, unzulänglich und fühle mich gar nicht gut damit. Ich versuche dann diese unguten Gefühle, soweit es mir möglich ist, zu unterdrücken. Auf der Basis des Erlebten gebe ich Susi die Schuld dafür, wie ich mich fühle und ich entscheide daraufhin vielleicht, dass eigentlich Susi eine blöde, strohdumme Kuh ist und, dass ich mit ihr einfach nichts mehr zu tun haben will. Ich mache Susi dafür verantwortlich wie ich mich fühle und beginne vielleicht anzunehmen, dass andere Menschen eine Bedrohung für mich darstellen, wenn sie doch scheinbar die Macht haben, dass ich mich so schlecht wegen ihnen fühle.

Die nächste Reaktion auf dieses Erlebnis sind Vermeidungsstrategien und Verhaltensweisen, durch welche man glaubt, solche Emotionen künftig nicht mehr erleben und fühlen zu müssen. Der Mensch “panzert sich” indem er feinstoffliche Panzerungen kreiert, welche verhindern sollen, dass andere Menschen oder Ereignisse nicht mehr solch eine starke Wirkung auf einen haben. Bis zu einem bestimmten Grad funktioniert das tatsächlich, aber dies kommt mit einem heftigen Preis, der immer bezahlt werden muss.

Der Mensch beginnt sich dann selbst immer weniger zu fühlen. Starke “Kopfmenschen” haben starke Panzerungen und leben oft nur mehr in “ihrem Kopf”. Es gibt mehr solcher “Mr. Spock Versionen” (aus Raumschiff Enterprise) auf der Erde, als man glauben könnte. Eine große Mehrheit von Menschen lebt eigentlich ständig nur im eigenen Kopf und fühlen sich selbst und andere Menschen kaum mehr. Sie haben sich sozusagen eine “Teflonschicht” zugelegt und kaum Bewusstsein. Man hat sich strategische Verhaltensweisen angeeignet, um in allen möglichen, emotional “gefährlichen Situationen”, möglichst “cool” und gelassen zu bleiben. Das Wort “cool” ist gut gewählt, denn tatsächlich frieren wir auf diese Weise unsere Gefühle ein und reduzieren die emotionalen Äußerungen auf bestimmte gesellschaftlich akzeptable Versionen von emotionalem Ausdruck.

Ein Beispiel dafür wäre: Es ist scheinbar okay, öffentlich zu weinen und Traurigkeit zu zeigen, wenn ein geliebter Kinostar gestorben ist oder der eigene Fußballklub verloren hat. Nicht so okay hingegen scheint es zu sein, wenn man Tränen über sich selbst weint oder Tränen über ein Ereignis im eigenen Leben vergossen wird. Das ist natürlich ein extremes Beispiel, aber wir können solche öffentlich gezeigten Emotionen immer wieder irgendwo sehen.

Es existieren viele ungeklärte Themen und Erfahrungen, in allen Menschen, deren emotionaler Impakt nicht verdaut oder integriert werden konnte. Diese erlebten, unverdauten Gefühle erzeugen auch eine innere Anspannung im physischen Körper. Es mag vielleicht nicht die korrekte Bezeichnung sein, aber es fühlt sich wie eine elektrische Spannung in den Zellen und Muskeln an – Zzzzzssszzzzszzzzsssszzzzzsss, die sich mit der Zeit unmerklich erhöht. Der Mensch wird rastlos und ist immer “auf dem Sprung”, er lenkt sich ab, wo er nur kann. Durch die emotionalen Stauungen und durch physische, innere Anspannungen werden um sich selbst kreisende, gedankliche “Hamsterräder” kreiert, bestehend aus einer breiten Palette von Selbstkritik und ständigen Sorgen. Unter diesem Zustand leiden viele Menschen und sie werden das Gefühl nicht los, sie seien ihren Gedanken und Gefühlen ohnmächtig ausgeliefert.

Fühlen passiert im Jetzt, in der augenblicklichen Gegenwart. Der Verstand kann zwischen Vergangenheit und Zukunft switchen, aber das Fühlen geschieht im gegenwärtigen Moment. Es ist NICHT der Verstand, der die Verantwortung dafür trägt, wie wir uns fühlen. Das ist unsere persönliche Verantwortung, indem wir bewusst Fühlen UND Denken und im Kontakt sind, mit uns selbst, sowie dem unmittelbaren Moment. Wir haben uns als Menschheit leider sehr von uns selbst entfernt, weil wir mit dem vermeiden von Gefühlen verlernt haben, eine gute Beziehung zu uns selbst zu haben. Eine große Mehrheit von Menschen hat den Kontakt zu sich selbst, zur Umwelt und dem Leben an sich verloren. Die Ironie daran ist, indem versucht wird den Gefühlen auszuweichen, leiden wir. Die Menschheit bekam Angst VOR ihren Emotionen und Gefühlen, und damit Angst vor dem Leben, anderen Menschen, inklusive sich selbst.

Menschen stürzten sich in Ersatzbefriedigungen, die den emotionalen Hunger in ihnen befriedigen sollen, aber das erzeugt nur weiteres Leid. Alle existierenden Süchte beruhen auf einen emotionalen Mangel, der mit den Wunden unseres Emotionalkörpers zusammenhängt.

Wenn vom Fühlen die Rede ist, dann ist damit nicht “Eitel-Wonne-Sonnenschein” fühlen gemeint, sondern grundsätzlich die gesamte Bandbreite des Fühlens. Das bedeutet, man lässt auch die sogenannten “negativen” Gefühle und Emotionen zu. Das Leben ist nicht immer ein Zuckerschlecken, wir alle wissen das. Es wird immer etwas geben, was sich nicht so gut für uns anfühlt – das lässt sich nicht vermeiden. Vermeiden jedoch lässt sich, dass wir darunter leiden müssen, indem wir einfach lernen, wieder in bewussten Kontakt mit unseren Gefühlen zu kommen. Seien es gute oder negativ klassifizierte Emotionen. Denn jede Emotion, jedes Gefühl, hat etwas damit zu tun, wie es dir wirklich geht.

Alle Versuche deine Emotionen einfach “loszulassen”, sind von vornherein zum scheitern verurteilt. Genauso wenig ist es hilfreich, auf Leute zu hören, die dir erzählen wollen, dass du nicht deine Emotionen und Gedanken bist. All dieses “löse dich von Verhaftungen, löse dich von Identifikationen, löse dich von deinen Gefühlen und Gedanken, du bist reines Bewusstsein” Gerede, ist ein wunderbarer Weg, um ganz sicher den Kontakt mit dir selbst zu vermeiden. Man nennt es auch “spiritueller Bypass”, einen Weg zur Vermeidung der Realität.

Wenn du dich nicht gut fühlst, dann ist das eine Realität. Wenn du Liebeskummer hast, deprimiert bist, Sorgen hast, oder Angst – dann gibt es triftige Gründe dafür. Diese Gefühle zu leugnen, sie “loszulassen”, sich nicht mit ihnen identifizieren zu wollen oder sonstwie zu vermeiden, wird sie einfach nur stärker machen und vermehren. An einem bestimmten Punkt kommt es dann zur “kritischen Masse” und zu einem erhöhten inneren Leidensdruck. Wenn man den dann auch noch versucht zu ignorieren, kann es passieren, dass diese “emotionalen Tsunamis”, diese gestauten Gefühle, sich im Körper niederschlagen und unter anderem auch physische Krankheiten verursachen können.

Als Menschen haben wir die Fähigkeit zum Fühlen und zum Denken. Der Verstand – der Intellekt kann nicht fühlen, das ist auch nicht seine Aufgabe. Es ist auch nicht der Verstand, der die Ursache dafür ist, wenn wir leiden. WIR sind die Ursache, wir selbst, indem wir den Verstand dafür benutzen, um eine unerwünschte Realität zu vermeiden oder zu leugnen, sei es unbewusst oder sogar bewusst. Da sind wir als Menschen ziemlich kreativ, auf welche Weise wir die Wahrheit biegen und dehnen, um uns Geschichten auszudenken über Situationen, mit denen wir emotional schlecht zurechtkommen. Wenn in spirituellen Kreisen der Verstand getadelt wird, der Verursacher unserer Leiden zu sein, dann ist das aus meiner Perspektive ein Versuch, die Verantwortung für meine Gefühle abzuschieben.

Es braucht eine Instanz in uns, die bewusst fühlt, die bewusst denkt und bereit ist dazu, ständig zu hinterfragen, was für eine Bedeutung die Gefühle und Gedanken haben. Diese Instanz ist ein bewusstes Selbst, welches die Verantwortung und die Kraft dafür hat, zu fühlen, zu denken und zu handeln. Wenn du deine Emotionen nicht bewusst fühlen willst, dann können deine Emotionen DICH beherrschen und leiden lassen. Nicht fühlen wollen erzeugt Leiden. Die Probleme sind emotionaler Natur und NUR dort können sie gelöst werden.

Wenn du bewusst fühlst, dann bist du bei dir, genau da, wo du grade bist. Der Schwerpunkt des Fühlens findet im physischen Körper statt, der die wunderbare “Angewohnheit” hat, immer in der Gegenwart zentriert zu sein. Indem du dich auf das Abenteuer Fühlen einlässt, knüpfst du eine neue Beziehung mit deinem Körper und deinen Gefühlen. Deine Emotionen bewusst zu fühlen wird die inneren Anspannungen lösen, die in deinem Körper wohnen. Schwierige Emotionen “lässt man los”, indem man mit ihnen Kontakt aufnimmt, sie bewusst fühlt, wahrnimmt und anschließend integriert. Indem man grundsätzlich akzeptiert – “okay, du bist da, ich fühle dich”. Wirkliches “loslassen” ist “zulassen was da ist”. Man intellektualisiert die Gefühle nicht, analysiert nicht herum, man fühlt sie einfach nur. Man ist MIT den Gefühlen und akzeptiert sie, egal, welche Art von Gefühl an unsere Türe klopft.

Nicht du als der ganze Mensch ist unglücklich, depressiv, traurig oder was-auch-immer. Es ist nur ein bestimmter Anteil in dir, der mit diesen Gefühlen hadert und vielleicht grade eine schwere Zeit damit hat. Aber dieser Anteil wird, wenn wir seine Gefühle nicht wahrnehmen wollen, die in uns toben, das gesamte System lahmlegen. Als Mensch der ich bin, bin ich ein System vieler unterschiedlicher Teile und Aspekte. Der Mensch ist vielmehr ein WIR, als ein einzelnes Ich, aber alle Teile empfinden und nehmen sich als ein Ich wahr. So soll das auch sein, sonst könnte Individualität nicht funktionieren. Wenn du wieder bewusst fühlst, wird auch dein Verstand besser funktionieren und ruhiger werden. Sowohl der Emotional– als auch der Mentalkörper sind lediglich “Werkzeuge” des Bewusstseins, wodurch die gesamte Realität und Existenz zu uns “sprechen” kann und wir sie wahrnehmen können.

Ich meine, der nächste Schritt der menschlichen Evolution ist es zu erkennen, dass wir nicht dieses singuläre, einzelne und unteilbare In-di-viduum sind. Sondern dass wir aus einer Wahrnehmung von größerer Singularität heraus, das DaSein erleben. Wir sind nicht nur eine multidimensionale Wesenheit, sondern auch eine enorm facettenreiche, flexible, anpassungsfähige Multilevel-Persönlichkeit die ihr großes WIR aus der Perspektive eines Individuums und die das Leben durch diesen Kontext lebt.

Noch einmal: Wir sind als menschliche Wesen primär fühlende Wesen und erst in sekundärer Hinsicht denkende Wesen. Es ist nichts falsches am Denken, ebenso wenig am Fühlen. Genauso wenig an meditativer Gedankenstille und Spiritualität – aber alles davon findet in unterschiedlichen Räumen IN uns statt. Fühlen im Emotionalkörper, Denken im Mentalkörper, Meditation passiert im spirituellen Körper. Und wunderbarerweise fließt jede Bewegung innerhalb dieser energetischen Räume in uns, zum physischen Körper hin. Unser Körper ist der Mittelpunkt, die zentrale Einheit und momentaner Kern unserer Existenz.

Das Fühlen, wovon hier die Rede ist, hat also nichts mit “Licht und Liebe Romantik” zu tun, sondern mit der tatsächlichen Realität unserer emotionalen Erfahrungen, in Vergangenheit und Gegenwart. Dabei geht es darum, was immer auch gefühlt und wahrgenommen wird, vollumfänglich zuzulassen und zu akzeptieren, wie es grade ist. Es ist zwar menschlich verständlich, wenn wir mit diesen Emotionen keinen Kontakt haben wollen und sie einfach weghaben möchten, aber dadurch halten wir sie nur weiterhin fest und verstärken sie zusätzlich. Indem die “negativen” Gefühle zugelassen und bewusst wahrgenommen werden, entladen sie sich, werden integriert und von uns verdaut. Das ist klassische Schattenarbeit und führt dich wieder zu einer Einheit mit dir selbst zurück.

Until next time same station .. euer Steven.

Linknachweise:

https://stevenblack.wordpress.com/

Om Mani Padme Hum 💚

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© 01/2017, Renate Hechenberger.
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“Ich hole Menschen dort ab, wo sie sich emotional und mental gerade befinden. Ich will keine Illusionen nähren und am Ende nur ein weiterer Teil der Selbstoptimierungs- und ErleuchtungsMaschinerie sein, die nie liefern kann was sie verspricht. Mein Wunsch ist es, dich die Energien und Impulse der Geistigen Welten in deinem Körper spüren zu lassen. Ziel ist, dich erfahren zu lassen, dass dieser Körper mit all seinen Gefühlen und Emotionen total o.k. ist und darüber hinaus noch viel viel mehr. Ich lebe eine moderne Spiritualität und meine Gurus sind nicht im Himalaya zu finden. Meine Meisterin ist mein Höchstes Selbst und die Wesen der Geistigen Welten, welche mich schon seit Urzeiten begleiten.”

13 Kommentare

  1. Hallo Steven,

    auch ich mag mich anschließen und dir „Danke“ für deinen Artikel sagen, der mich gut positiv angesprochen hat und mir einen positiven Impuls gibt, weiter zugehen mit all meinen Schwächen und Missverständnissen, auf die ich doch immer wieder hereinfalle, doch ich kann immer besser freundlich über mich lachen, zumindest eine Weile nach meiner immer wieder auftauchenden „Verblendung“.
    Mir selbst ist das Fühlen übers Unterrichtetsein und Üben fürs TaiJiQuan, und gerade auch, die nicht so angenehme Sachen wahrzunehmen, immer vertrauter geworden.

    Herzliche Grüße von Stefan

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  2. Pingback: THE INFORMATION SPACE

    • Danke Helga 🙂 Ja Steven hat da wirklich einen sehr guten Artikel geschrieben, denn es ist eine Herausforderung, dieses Thema einfach zu erklären und in einen Artikel zu packen – man braucht ja fast Buchlänge, um es einigermaßen zu erklären.

      Gefällt 1 Person

  3. Achim sagt

    Hoi Stefan,
    ein sehr guter Beitrag, deine Erkenntnisse kann ich voll unterstreichen.
    In der Re-in-karna-tionsausbildung vor 15 Jahren konnte ich erkennen dass der Verstand erst einen In-put (z.B. ein Gefühl…) braucht um „etwas zu tun“. Gleich-zeitig erzeugt er auch viele E-motionen , was uns im All-tag so oft nicht bewusst ist. Deswegen ist das sich dem bewusst sein was gerade „läuft“ / fliesst in mir – oder eben nicht fliesst – so wichtig. Nicht um es zu kontr(a)ollieren, sondern einfach um es möglichst bewusst geschehen zu lassen.
    Wir sind so viel-schicht-ige Wesen (und-und-und …) – ich nenne dies den AHA-Effekt: „aha, inter-es-s-ant, jetzt spüre ich Wut / einen Kloss im Hals / ein Kribbeln im Magen / …, wie auch immer ich es ettikettiere – auch dass ist in mir, und darf jetzt weiter-fliessen; ich erlaube das gerade was ist, danke“.

    Danke dir und Renate für euer Sein-Tun,
    ACHIM

    Gefällt 1 Person

    • Willkommen Achim,

      Herzlichen Dank für deinen Input. Ja, wir sind augenscheinlich extrem vielschichtige Wesen. Je mehr ich diesen Weg entlang gehe, desto bewusster wird mir das.

      lg,

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  4. Maik sagt

    Hi Stefan,

    ein sehr, sehr umfangreicher und profunder Artikel.
    Obwohl ich auch schon einiges zu diesem Thema kenne, kann man aus Deinen Texten immer wieder was dazu lernen und Zusammenhänge noch komplexer verstehen. Klasse!

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  5. Hi Veron,
    Mit dem genießen liegst du nicht so falsch. ^^
    Aber eher deswegen, weil diesen Beitrag Leute lesen, die das Thema schon verstehen. Widerworte und Kritik sind mir durchaus recht. Was mich nervt sind diese „das ist ja Niemand“ Kommentare.

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  6. Veron sagt

    Lieber Steven!

    Gefällt mir sehr gut, wie Du es so rundum beleuchtet hast, wie das ist mit Denken und Fühlen. (Ich habe den Eindruck, Du genießt es geradezu, all diese Punkte gründlich zusammenzufassen, ohne erwarten zu müssen, dass jemand öffentlich widerspricht, dran herumdreht oder was auch immer 😉 )

    Ich wünsche mir auch, dass sich viele Menschen dahin entwickeln, dass sie das annehmen können .. .. um sich dann entsprechend weiterentwickeln zu können. Ich habe nur bei vielen absolut keine Ahnung, was geschehen müsste, damit sie an diesen Punkt kommen .. ..

    Liebe Grüße
    Veron

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  7. monika sagt

    Sehr schöner, tiefgehender Artikel.
    Ich wünsche mir sehr, dass alle Menschen soweit an sich arbeiten, dass sie das Beschriebene verstehen können und beginnen es in ihrem Leben umzusetzen, denn das ist der nachhaltige Weg zur Veränderung…
    LG

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