Liebe & Partnerschaft, Steven Black
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Vorstellungen von Sicherheit

Diese Geschichte ist wirklich „Steven at his best“. Eine einfache und doch so komplizierte Endlos-Diskussion (wie es vielen von uns scheint) in seiner Essenz ganz klar erfasst und auf den Punkt gebracht, mit viel Verständnis und Gefühl. Eine story über den Schmerz des tief verwundeten Herzens und der Liebe zwischen Mann und Frau .. enjoy!

geschrieben von Steven Black:

Now, this is a Story about Sex and LOVE, maybe you like it … _smile_wink_

Also Vorstellungen und Ideen gibts von dem Begriff Sicherheit sicher genug. Der eine meint, es müssten mehr Gefängnisse dafür her, ein anderer will Waffen an jeden ausgeben. Genau, damit sie sich dann “sicherer” fühlen.  In “good old America” sehen dies ne Menge Leute als “reale Alternative”, gegen eine politische Diktatur, zu der America verkommen ist. Aber wer’s glaubt, wird womöglich entdecken, daß sie nur das Spiel der Pläneschmieder spielen, wo der Verlierer von vorneherein feststeht. Feststehen muss, angesichts einer bereits im Frühjahr bekannt gewordenen Munitionslieferung von Hohlspitzgeschossen ( Verkaufsslogan: „Optimale Penetration für finale Wirkung“), geordert von der “Heimatschutzbehörde”, sagenhafte 1,6 Milliarden Geschosse.

Zum Vergleich: Im Irak-Krieg wurden “nur” 6 Millionen Kugeln verfeuert. Ich denke, DAS braucht erstmal nicht weiter kommentiert werden!

Ein Firmenchef eines großen Betriebes mag eine andere Version von Sicherheit haben. Vielleicht fühlt er sich sicherer, wenn er alle überwachen und ständig ihr Arbeitspensum überprüfen lässt. Ja, macht gewiss großen Eindruck auf seine Angestellten. Und falls es mal sowas wie ein ausgeglichenes Betriebsklima gab, ist daß nun eher im Arsch. Wer will denn schon in einer trüben Brühe von Misstrauen und einer Atmosphäre von Generalverdacht arbeiten? Herr Firmenchef wird’s spätestens merken, wenn seine cleversten Mitarbeiter die “Biege machen” und ihm und seinem Sicherheitswahn davonhüpfen. Bleiben werden nur die Kopfnicker und diejenigen, denen nichts anderes übrigbleibt, weil sie Verantwortung für Familie, oder andere Verpflichtungen haben.

Besitzer mittlerer oder kleinerer Betriebe, die fühlen sich eventuell genötigt, persönlich überall reinzuplatzen. Alle anzuschnauzen, um sie auf Trab zu halten, um zu zeigen, wer hier den Hammer schwingt. Das mag manchmal durchaus effektiv sein und für die Angestellten sicher ein “super Feeling”. Aber wird der Eigentümer sich deswegen sicherer fühlen?

Und wie geht’s UNS, die wir keine Firmen haben, die wir keine Leute erschießen möchten, mit dem Gefühl von Sicherheit?

Och, wir haben gar KEIN Problem damit! Neeeeein .. wir fühlen uns alle totally sicher! OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOM!

WOW! Sag bloß?

Erzähl den Blödsinn bitte jemand anderen, ich hab genau gesehen was letzte Woche abgelaufen ist. Als du diese Frau kennengelernt hast, die extrem auf dich steht und wo du ausgesehen hast, wie ein totaler Idiot. Jeder Blinde hat gesehen, daß du ebenfalls vernarrt in sie bist, aber du hast nichts besseres gewusst, als den Coolen raushängen zu lassen.

“Scheint aber gewirkt zu haben, wir lieben uns und haben vorgestern miteinander geschlafen.”

Ja, hast du mir erzählt, alle Details, die ich eigentlich gar nicht wissen wollte .. Aber DAS kannst du dir an den Hut stecken, du hast sie gevögelt, mehr ist das nicht gewesen.

“Ist gar nicht wahr, ich liebe diese Frau”!

Wie interessant, gut, bist du ihr also DESWEGEN ständig ausgewichen, sobald sie dir ein wenig nahe kam? Seltsame Art, ihr deine “Liebe” zu zeigen. Sie ist mutig und war bereit dir ihr Herz zu öffnen, und du machst RUMS, Türe zu! Gut gemacht, ich bin sicher, sie fühlte sich sogleich in Liebe gebadet ..

“Hör auf so blöd rumzuätzen, woher willst denn du das so genau wissen? Warst ja gar nicht dabei.”

Überraschung, SIE hat es mir halt auch erzählt ..

“Ohhhhhhhh .. äh .. “

Mach den offenen Balkon wieder zu, den du Mund nennst. Naja, komm, setzt dich auf den Stuhl da, ich will dir mal eine Geschichte erzählen. Vielleicht verstehst du danach einiges besser, okay?

“Okay, da bin ich aber gespannt”.

Mit Spannung kann ich nicht dienen, aber es ist eine interessante Geschichte:

Also, es war einmal ..

“Ächz, ein Märchen, oder was”?

Schnauze, also, es war einmal .. Nennen wir es eine kleine Sage, denn in ihrem Kern ist sie wahr. In lange schon zurückliegender Zeit, Jahrtausende zurück, als die Erde nur wenig besiedelt und lineare Zeit unbekannt war. Da waren die Männer und die Frauen glücklich miteinander, nichts trübte ihr Verhältnis zueinander. Es war eine Epoche der wirklich gelebten Liebe, keine dieser heute so propagierten Ideen von  “blinder Bedingungslosigkeit”, die einen schrecklichen Realitätsverlust offenbaren. Denn Liebe kann erst dann bedingungslos sein, wenn man sich gesehen und vollständig vom anderen verstanden fühlt. Die Männer und Frauen, von denen hier die Rede ist, haben sich auf Seelenebene erkannt, haben sich gegenseitig ihr ganzes Wesen öffnen können. Sie zeigten sich völlig NACKT, verstehst du?

Sexualität war eine heilige Angelegenheit, ein Austausch tiefer Intimität – und keine Wham, Bäng, danke Mam Sache, wie es derzeit schwer in Mode ist. Und wo Frauen eher als Entsorgungsbehälter sexuellen Sondermülls benutzt werden.

Es gab weder eine Überidentifizierung mit dem Körper, noch mit der Materie an sich, alles war mehr oder weniger in Ordnung und heil – zumindest in den zwischenmenschlichen Beziehungen.

Auch wenn ihr Alltag beschwerlicher, als in unserem technisierten Zeitalter gewesen ist. Was übrigens eigentlich dazu hätte führen sollen, daß die Erleichterung schwerer Arbeit, dem Menschen wieder mehr Zeit zum nachdenken gibt, damit er wieder über seinen eigenen Sinn und Lebenszweck Überlegungen anstellt. Egal, ist momentan nicht von Belang ..

Jedenfalls fanden sie tiefe Erfüllung und genossen täglich die gegenseitige Hochachtung, Zärtlichkeit und Intimität emotionaler, sowie körperlicher, überschäumender Sexualität. Es war ihnen bewusst, daß sie auf dieser Ebene vollkommene Götter waren. In ihren kleinen, übersichtlichen Gemeinschaften von einigen Tausend Menschen, welche weiträumig verstreut waren, witzelte NIEMAND über Sex, oder machten verborgene sexuelle Andeutungen. Die Männer liefen nicht mit einem jederzeit “aufspringenden Taschenmesser” in der Hose herum, oder starrten jedem Bein lüstern hinterher.

“DAS kann ich nicht glauben” .. :-(

Gsssssch – zuhören. Es war eine Ära emotionaler, psychischer und stabiler Sicherheit, deren WERT sehr hoch gehalten wurde. Mann und Frau erkannten sich als Gefäße göttlich strömender Energien, welche gesammelt und gegeben wurden. Der körperlich sexuelle Akt war ein völlig natürlicher Tanz von geben und nehmen, welches ein elektrisches und magnetisches Feuer, eine lodernde Flamme entzündete. Es gab keine Barrieren und Hemmungen, keine Ängste, sondern zelebrierte Hingabe und eine Verschmelzung der Herzen. Dennoch waren beide sie Selbst, einmalig und sich dessen bewusst.

Ein “Wettrennen”, wo der Mann stets “ich bin Erster” schreit, gab es nicht und auch kein “gehen”, wenn er kam und keine leer und unerfüllt zurückgelassenen Frauen. Es war eine Verbindung im wirklichen Sinne des Wortes, sie war total und unbegrenzt, sexuelle Ekstase füllte ihre feinstofflichen Körper gegenseitig mit einem Maximum an göttlicher Energie auf. Sie hinterließ in ihren Feldern eine golden strahlende Farbe.

Es gab eine telepathische, keine sprachliche Kommunikation, keine “Ich liebe dich” Phrasen, denn Sprache ist ein mehr oder weniger schwacher Ersatz dafür. Egal, wie aufrichtig geäußert, ein “Ich liebe dich” wird den Verstand vielleicht sättigen und beruhigen, der permanent solche Versicherungen sucht, aber kaum das sehnsuchtsvolle Herz erreichen können. Lieben bedeutet gefühlt zu werden ..

“Immer dieses Fühl Geschwurbel” ..   :motz

Ah, ah, ah .. Nach oben zeigen – ich bin noch nicht fertig!

Ein durch Gewaltsame Einwirkung und Einmischung von außerhalb entstandener Riss, im planetaren Gitternetzwerk der Erde, beendete diese Phase paradiesischer Zustände. Die Zeit begann sich schwer über sie zu legen, veränderte ihre Gehirnstrukturen und Sprache wurde nötig, sich zu verständigen. Sie mussten in neuen Begriffen lernen, wie Vergangenheit, Jetzt und Zukunft. Herausforderungen des Alterns entstanden, Unbeschwertheit versickerte zu einem Rinnsal, und die Liebe die sie kannten, wurde immer schwerer erreichbar.

Sie waren hilflos dem linearen Denken ausgesetzt und konnten es schwer beherrschen. All die neu entstehenden Gedanken und das sprechen erzeugte Missverständnis und negative Emotionen, Misstrauen, Neid und Zweifel vergifteten langsam ihre Beziehungen miteinander, und es sollte nicht allzulange dauern und Kriege entstanden zwischen weiter entfernten Gemeinschaften. Ungekanntes, unermessliches Leid ertränkte ihre Herzen und verursachte den Hass auf andere. Die Frauen betrachteten den Mann als den Verursacher, und sie verbarrikadierten ihre Herzen und ließen auch ihre eigenen Männer, nicht mehr richtig in “sich landen”.

Denn es waren die Männer, die Gefangenschaft, Qual und Folter ersannen, die Tot und Zerstörung, verbrannte Erde hinterließen. Es war ihre “Antwort” auf das unbewusst vorhandene, innere Wissen, keinen Zugriff mehr auf die göttliche Vollkommenheit zu haben. Und sie wurden immer rasender in ihrem Tun, je mehr sie realisierten, daß ihre Frauen zwar körperlich erreichbar waren, aber ihnen den Zugang zur Göttlichkeit verwehrten. Es machte sie ängstlich und klein, herrschsüchtig und sie verwurzelten sich tief in einem Gefühl alleiniger Unzulänglichkeit ..

Die Weiblichkeit verkümmerte und litt an ausgetrocknetem Herzen, Einsamkeit legte sich über sie, und um nicht ganz dem Wahnsinn zu verfallen, passten sie sich an die Gegebenheiten an.

Ja, diese Verzerrungen sind über die Jahrtausende immer schlimmer geworden, abgewechselt von Phasen halbwegs erträglicher “Normalität”, wo Kriege ruhten. Die Gewalt ruhte aber nicht, sondern setzte sich innerhalb der Familien und auch innerhalb der eigenen Gemeinschaften fort, die mal mehr oder weniger brutal war und den gegenseitigen Hass nährte.

“Mensch, du kannst einen ja echt deprimieren” .. :patsch:

Gut so, denn es ist wirklich eine Tragödie globalen Ausmaßes! Fühle das ruhig, es wird dich schon nicht umbringen, aber vielleicht empfänglicher, für die darunterliegende Wahrheit machen.

“Was kann DAS schon für eine tolle Wahrheit sein”?

Schau her, mach mal deine verkniffenen Augen auf und sieh dich mal mit offenem Blick um:

Denkst du wirklich, es ist ein Zufall, daß die Männer heute sowas von sagenhaft “Notgeil” sind, aber emotional gravierend unterbesetzt? Viele befriedigen sich sogar noch selbst, obwohl sie in einer Partnerschaft leben. Und diese permanente Lüsternheit wird von den Medien beispielslos genährt. Mehr oder weniger pornographische Bilder werden allerorten eingespeist, weil es denn Herrschenden nützt, die Menschen allein an ein Rad neuronaler-chemischer Sexualität, mit einem kümmerlichen Minimum von Gefühlen zu ketten. Ohne den täglichen Nachschub täte man sich vielleicht leichter, da wieder rauszukommen, denn die Zeiten ändern sich.

Wir haben es hier mit einer Verselbständigung zu tun, die sich zu einem Weltweiten Problem entwickelt hat. Dieser Wald ist mit so vielen, mehrheitlich unbekannten Bäumen gepflastert, wie Implantaten, feinstofflichen Blockaden, Eiden und Schwüren, etc. etc. etc. (like, König von Siam), all den erlittenen, seelischen Verletzungen, welche die Herzen verdunkelten. Und die alle, auf mannigfaltige Weise verhindern, daß Mann und Frau sich frei genug fühlen, um zuzulassen, den anderen in seinem Herz landen zu lassen.

Es gab durch die verschiedenen Zeitalter hinweg, immer wieder Frauen und Männer, welche sich dieser Tendenz zur gegenseitigen Entfremdung zu entziehen versuchten. Wir nennen sie heute Mystiker und Heilige, oder Asketen, die sich in die Einsamkeit irgendwelcher Örtlichkeiten zurückzogen, um in Kontemplation und sexueller Enthaltung, das göttliche in sich wieder wachrufen wollten. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit nach INNEN, um die Liebe über und IN sich selbst wieder herzustellen. Doch ihre Entsagung, ihre Weigerung sich mit anderen, meist weiblichen Körpern zu vereinigen, ließ nur eine beschränkte Form und Erweckung von Göttlichkeit zu. Ihre Kontemplation und Schau der Nondualität, ihr Glaube, die Formlosigkeit und Leere wäre das letzte Geheimnis – was zwar eine wichtige Emanation der “göttlichen Quelle” ist, aber dies versagte ihnen, die dahinterliegenden schöpferischen Aspekte und ihre Liebe zu sehen. Obwohl einige Taten der Mystiker und ihre Kunststückchen für uns an Wunder grenzen, war es im Grunde nur eine weitere Verzerrung und ein abrutschen in Narzissmus gewesen.

Es ist der Geschlechtsakt, der in Verbindung mit echter Liebe und Hingabe, das weibliche und männliche mit der absoluten Kraft der Göttlichkeit nährt.

Die heftige Triebgesteuertheit der Männer, ist ein Ausdruck innewohnender, unbewusster Verzweiflung. In der absurden Hoffnung, indem sie jedem Rock hinterherspringen, Zugang zur göttlichen, eigenen Autorität zu bekommen. Kraftlose Pimpelchen, vorzeitige Ejakulation und Versagensängste sind nur eine weitere “Komponente”, der immer wieder erfahrenen Unzulänglichkeit.

Den Frauen geht’s dabei großteils nicht viel besser, ihre Verweigerung, ihr Herz ganz zu öffnen, generiert und unterstützt  die verfahrene Situation.

Aber es sind die Frauen, die das Potential zur Liebe halten, es ist allerdings nur wenigen bewusst. Mann und Frau sind zu strategischen Denkern geworden, wobei sich die Frauen, zumindest weitestgehend, einiges mehr von ihrer Emotionalität bewahren konnten. Doch sie wird nicht wirklich gelebt, und ihre sexuelle Unerfüllbarkeit und der Mangel an Liebe, generiert alle möglichen, hormonellen Schwankungen, Depressionen und diverse Gefühlslagen. Denn die Frau ist per se ein Gefäß der göttlichen Kraft und Energien,  die sie alleine aber unmöglich halten kann. Dieser Austausch an göttlicher Energie muss auf tiefer, wirklicher Liebe erfolgen, ein neuronales Rein/Raus Spiel nützt da ziemlich wenig. Es vertieft nur den Frust!

Und die Mehrheit würde überhaupt nicht glauben, wie viele Paare heute gar keinen, oder nur monatlichen und mechanischen Routine Sex haben. Oder wie viele Menschen resigniert in “freiwilliger” Enthaltsamkeit leben, in selbstgewählter Agonie, die sich als “freier Wille” verkleidet. Und daß in unserer Oh Gott, oh Gott, oh Gott, ach so sexuell aufgeklärten Gesellschaft .. was allerdings nur die Kehrseite, des total sexualisierten Konsums ist.

Sogar vieles, was heute großspurig als Spiritualität daherkommt, entstammt der selben Wurzel verzerrter Wahrnehmungen. Es herrscht eine grundlegende Verwirrung, über das wahre Wesen von Spiritualität. Die höchste Schwingung des menschlichen Bewusstseins wird durch ein geöffnetes Herz und LIEBE erfahrbar, nicht durch diverse Techniken, oder kann auch nicht durch Berührungen “erleuchteter MeisterGurus” erlangt werden. Es sind nur die Kinderspielplätze, um überhaupt wieder in die Nähe davon zu kommen.

By the Way, wir haben alle in diesen Sandspielplätzen gespielt, irgendwo muss man ja anfangen, heya?

Eigentlich ist es eine totale Ironie, JEDER sehnt sich nach erfüllter Liebe, gesehen zu werden, als die, welche wir tatsächlich sind. Aber unsere tiefsitzende ANGST, vielleicht nicht angenommen zu werden und die existierende, irrationale Furcht, die Größe eigener Göttlichkeit wirklich zu erfahren, halten uns davor ab, uns einander in Liebe und Schutzlosigkeit zu nähern.

Unsere mentalen Schutzwälle und das ach, so große Bedürfnis unseres “strategischen Selbst” nach Sicherheit, lässt Liebe nur in kleinen, vorsichtigen Häppchen zu. Wer glaubt, dies wäre eine leichte Aufgabe, und ja eh das “natürlichste der Welt”, der sollte mal ehrlich drüber nachdenken, warum es seit Jahrtausenden nur sehr wenigen Menschen wirklich gelungen ist. Ein tiefer, selbstehrlicher Blick in die eigenen Unterwelten mag hilfreich dabei sein ..

“Aber ich hab doch gar keine Unterwelten” ..

Idiot, du hast! Wir alle haben sie, weswegen es ja auch so wichtig ist, sich ihrer bewusst zu werden, sie zu kennen. Und wir sind mehr oder weniger alle Idioten, weil wir vor uns selbst weglaufen. Verletzungen und vielfältig gesammelte Traumen sind die Ursache, daß wir – mehr oder weniger alle, nur mehr im Kopf leben. Aber der Verstand ist, zumindest in dieser Hinsicht, völlig überfordert.

Das Gute aber, an diesem ganzen Trauerspiel ist die Tatsache, daß es fast fertiggespielt ist. Wirklich, bis zur bittersten Neige. Auch die allgemeine soziale Verwahrlosung und Haltlosigkeit, kann letztlich auf diesen giftigen Kelch zurückgeführt werden. Globalisierungswahn und neue Weltordnung Ideologien, sind ebenfalls mit diesen Hintergründen verquickt.

Doch männliches und weibliches Bewusstsein wächst wieder, die aufgeführten Zusammenhänge sind schon vielen bekannt, zumindest theoretisch. Die Umsetzung der Praxis ist die nunmehrige Herausforderung, der sich die Mehrheit der Menschheit, die nächsten 26 000 Jahre gegenüber sieht.

Die kursierende Idee, man müsse das Alte nur “loslassen”, entspringt einem mangelnden Kontakt, mit dem Erdboden erfahrender Realität. Heilung auf dieser tiefen Ebene ist KEIN “ad hoc” Ereignis, sondern ein langwieriger Prozess. Man sollte sich hierzu mal ins Gedächtnis rufen, daß selbst Leute vom Kaliber eines D. S. Barron Jahrzehnte an sich arbeiten, oder nehmen wir “seine Heiligkeit” den Dalai Lama. Dem in seiner Jugend ja vieles unschmeichelhaftes vorgeworfen wurde (ums mal so zu formulieren)  und von dem Abdi Assadi, in seinem Buch “Schatten auf dem Pfad”, über einen vom Dalai Lama gegebenen Vortrag erzählt. Darin schildert er die Aussage des Dalai Lama, daß er seit nunmehr geschlagenen “30 Jahre, an den Ecken und Kanten seiner Persönlichkeit arbeiten” würde. Und wir sprechen hier von einem Kerl, der die Selbsterfahrung wirklich kultiviert hat, der Zugang zu den besten spirituellen Lehrern und Möglichkeiten, der Beziehungen überall besitzt.

Und da soll unsereiner also nur “alles loslassen”, wie? Wirklich, ein guter Joke – wenn ich jemals einen sah! “Loslassen”, ist die typische, auf das “strategische Selbst” zurückzuführende Idee von einer Junk Lösung. Der Strahl der Liebe ist für das mentale Selbst eine wahrgenommene Gefahr, es bekommt Angst vor echter Nähe und fürchtet seine Auslöschung dabei. Weshalb es nur kleine Portionen von Liebe zulassen wird. Seine Sicherheit fühlt sich da gefährdet ..

Und nur nebenbei, um kurz auf den Beginn des Vortrags zurückzukommen. Es ist dieselbe SUCHT und Illusion nach Sicherheit, derselbe Hintergrund, warum Firmenbosse, Politiker, allaround, warum so viele denken, Sicherheit haben zu müssen. Aber es gibt KEINE Sicherheit fürs “strategische Selbst”, die nicht irgendwann absolute Kontrolle aller anderen bedeutet. Und es hat nie mit den anderen, sondern nur mit der Person zu tun, die für sich Sicherheit sucht.

“Und was wäre dann eine Lösung”?

Ich hab auch nicht alle Antworten und sicher nicht die Weisheit gepachtet. Die einzige Idee, die ich dazu habe, wird dir nicht gefallen. Aber es gibt dazu kaum eine Alternative.

“Was ist dies für eine Idee”?

Dir ist inzwischen hoffentlich aufgegangen, daß deine “Coolness”, deiner neuen Freundin gegenüber nur gespielt ist. Du kannst dich immerhin sehr glücklich schätzen, daß sie wenigstens versucht hat, sich dir so offen zu nähern, wie es ihr möglich ist. Mein Rat an dich ist nicht neu und stammt auch nicht von mir, aber dennoch: Er ist ganz einfach ..

TU ES EINFACH, öffne dich so gut du kannst, aber erwarte keine großen Wunder. Wenn du diese Frau liebst, wird es trotzdem ein komplizierter Balanceakt, bis eurer beiden Verletzungen, erfüllter Liebe nicht mehr im Wege steht. Aber kleine Wunder sind dabei erfahrbar, wenn ihr BEIDE wirklich klug seid und bereit dies anzugehen, dann besucht Workshops und Seminare zu diesem Thema. Lest Bücher, lernt und wisst alles darüber, setzt es in eurem persönlichen DaSein um. Aber sei dir bewusst, daß ihr beide ein “strategisch denkendes Selbst” habt, einen mentalen Workaholic, in Bezug auf Sicherheit. Beobachte deine Gedanken, wenn du eine Mauer in dir fühlst, die dich daran hindert dich zu öffnen. Sind es Gedanken der irrationalen Furcht, oder begründbare Zweifel? Wie gut begründbar? Lerne dich selbst wirklich kennen ..

Was letztlich bedeutet, ihr müsst Vertrauen aufbauen, viel gegenseitiges Vertrauen, und irgendwann werdet ihr einfach verstehen, daß die Liebe die einzig wirkliche Sicherheit ist. Für den Verstand wird es nie eine Sicherheit geben, er wird immer etwas zum zweifeln und rummotzen finden. Aber wenn ihr euch auf Herzensebene durchdrungen habt, wird er vollkommen still werden. Danach hast du vielleicht einen viel besseren Freund, der dein Verstand eigentlich sein sollte. Weil er hat es “überlebt”, oh Wunder, er wurde nicht ausgelöscht.

“WTF, das klingt aber verdammt nach Arbeit” ..

YEP, das ist es auch. Es gibt hierbei keine schnellen Lösungen, wie unsere strategische Denkweise es gerne hätte. Wir möchten alles sofort, am besten schneller wie die Internetverbindungen, klick, klick, machen – ahhhhh, sofortige Befriedigung. Aber die echte Liebe ist kein Shoppingeinkauf, sondern ein stetiges sich aneinander annähern.

“Aber, ich will doch eigentlich nur vögeln.” Weinendes Smiley

Hey, is nich wahr? Genau DAS ist das Problem ..

“Vielleicht sollte ich dann einfach enthaltsam leben”? Smilie

Wundervolle Idee, die, falls du nicht zugehört hast, dich denselben Tunnelblick aufsetzen lässt, wie all die Mystiker in Vergangenheit und Gegenwart. Es ist pervertierend, seine Sexualität nicht – und vor allem ohne Liebe zu leben, sieh dir die katholische Kirche mal an .. Es perforiert dein MenschSein, lässt deine Seele verkümmern und kann irgendwann, weiß Gott, alles mögliche produzieren.

  “Seuuuuuuufz, also gut, ich werd mir deinen Sermon zu Herzen nehmen.”

Guter Junge, da, kriegst einen Keks .. :keks

Weiterführende Literaturempfehlung als PDF hierzu: “Liebe auf göttliche Weise” von Barry Long.

Sehr gutes Buch, und hier ein Artikel von Tom Keynons “Manuskript der Magdalena”:

Quellennachweis:

http://www.mmnews.de/index.php/politik/15357-usa-fema

http://stevenblack.wordpress.com/2013/10/07/wie-uns-die-suche-nach-erleuchtung-hinters-licht-fuhren-kann/

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© Steven Black

Alle Artikel auf meiner Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website, gerne und jederzeit kopiert und weiterverteilt werden. Ausgenommen davon sind Gewerbliche Interessen, wer einen meiner Artikel in diversen Medienpublikationen veröffentlichen will, der bedarf der Genehmigung des Autors.

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2 Kommentare

  1. Catherine Burggraf sagt

    Einfach spitzenmäßig gut „zusammengefasst“ – für (fast) jeden verständlich!!! Auf „lockere“ Art und Weise (Dialog) rübergebracht, die bewegt (im wahrsten Sinne des Wortes!) und Mut macht (wir sind auf dem „richtigen“ Pfad – für die nächsten 26.000 Jahre!!!). Na dann, packen wir es an!!!!!!

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