Innere Personen, Steven Black
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Das mentale Paradigma

geschrieben von Steven Black:

Spirituell orientierte Sucher suchen oft Jahrelang, nach den für sie richtigen Wegen, oder Lösungen, um sich selbst gründlich zu klären. Doch oftmals kann man sich im Suchen sehr verirren und daher muss man dann  manchmal “Umwege” gehen.  Ach herrje, eigentlich kann ich gar nicht alle aufzählen, so viele Zahlen kenn ich ja gar nicht .. Smiley mit herausgestreckter Zunge

Einige Leute erfahren dabei auf ihren Wegen irgendwann Heilung, viele jedoch tun dies nicht, sie laufen von einem zum anderen Heiler, oder probieren x,y,z Techniken selber aus, doch die Wirkungen bleiben manchmal eher bescheiden. Man kann sich leicht ausrechnen, wie viel Frust, Wut und/oder innerlicher Verzweiflung sich da aufbaut, wenn nichts “weitergeht”.

Kürzlich wurde mir folgender Satz um die Ohren gehauen:

“Die Esoterik ist ein Auffangbecken für verkorkste Existenzen und für Schlepper Nepper Bauernfänger … “

Wirklich nett .. Zwinkerndes Smiley magst ein Bussi?

Tatsache ist doch vielmehr, daß ALLE Menschen tief verstört und von sich selbst und ihrem Wesenskern abgetrennt sind. Der Unterschied zwischen “normalen Leuten” und den spirituell interessierten Menschen ist einzig, daß letztere einfach verstanden haben, das sie nicht ihr wahres Sein leben. Die meisten “Normalos” kümmert dies nicht, weil sie nicht mal ne Ahnung davon haben was wirklich los ist. Weder sind sie fähig, knochenehrlich mit sich selbst zu sein, noch schauen sie tief in sich hinein. Das braucht dann niemanden wundern, wieso derart viel Unbewusstheit vorhanden ist .. 

Ja, was ist richtig, was ist falsch? Was entfernt einen von – und was bringt einen näher, zu sich selbst?

Einer der grundlegenden Faktoren, warum so viele Methoden mangelhaft sind, ist ihre Ausrichtung. Und es ist nicht nur eine Ausrichtung, es ist im Grunde ein PARADIGMA.

image<-Quelle:

Einer der bekanntesten Vertreter jenes Paradigmas war René Descartes.

Sein rationalistisches Denkgebäude wird auch “Cartesianismus” genannt.

Wir erinnern uns an seine wohlbekannten Worte: Von Descartes stammt das berühmte Zitat: cogito ergo sum

“ICH DENKE – ALSO BIN ICH!”

Darunter ist zu verstehen, daß der Mentalkörper – nebst dem physischen Körper, die PRIMÄRE Quelle aller wichtigen Funktionen und Abläufe sei, die den Menschen grundsätzlich ausmacht. Auf dieser Idee und Erkenntnis wurde eine mentale Globalkultur errichtet .. 

Seit der Zeit der Renaissance  lebt diese Sichtweise in den Köpfen von Wissenschaftlern, Denkern und der Allgemeinheit sowieso weiter. Sobald man davon ausgeht, es sei der Körper und Verstand, welcher unser Wesen und Sein “managt” und daß Emotionen und Gefühle nur  sowas wie “animalische Instinkte” wären, bekommen wir ein großes Problem. Dann wird nämlich jede “Störung”, “falsches Verhalten” und/oder dysfunktionale Signale aller Art, auf einer Liste – mit der Überschrift notiert :

Funktionsstörungen mentaler, oder physischer Natur.

Dies ist unter Psychiatern, Psychologen und anderen wissenschaftlichen Granaten, eine ganz normale Sache- so isses halt, niemand würde daran großartig rütteln wollen. Andere Ursachen? Gibts nicht, haben wir nicht, kennen wir nicht ..

Alle Arten von diversen Therapieformen sind dem untergeordnet. Und eigentlich konnte es gar nicht anders kommen, denn der Erschaffer unserer wahrlich unvollkommenen Gesellschaft ist der mentale Verstand. Fast jede Art auch von Heiltechnik, ist grundsätzlich an dem Mentalkörper orientiert, selbst wenn behauptet wird, es könnten damit Emotionen geklärt werden.

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Dies erschließt sich uns allein schon durch den Begriff TECHNIK.

                                                      Quelle:->

Nehmen wir beispielsweise EFT und andere Heiltechniken, der regelmäßige Leser weiß, ich lieeebe EFT, daß Problem damit ist, man stößt irgendwann an eine Grenze, wo man nicht mehr weiterkommt. EFT ist ein tolles, unentbehrlicher Werkzeug, um einige der grundlegenden Programmierungen zu bearbeiten, aber, es ist halt nur eine Technik für den mentalen Verstand. Das es in gewissem Umfang dennoch wirkt, ist der Umstand daß der Emotionale, Physische -und Mentalkörper einander durchdringen.

Die “Herrschaft des Minds” mag lange Zeit womöglich sinnvoll gewesen sein, wir würden eventuell keine solchen umfassenden Annehmlichkeiten entworfen und erschaffen haben, die unsere moderne Gesellschaft HEUTE so ausmacht. Aber ich denke, wir gehen darin einig, daß eine ganze Menge davon unnützes Zeug und daher eher schädlich für uns ist.

Heute leben wir in einem ganzen Kontinuum des Verstandes, überall wo wir hinschauen, können wir dessen Mängel erkennen, das wahre Sein nicht zu erfassen.  Die zugrundeliegenden Motivationen in unserer Gesellschaft, sind durch Angst, Unsicherheit, falschem Selbstwert und einem tiefen Mangel an Empathie gekennzeichnet. (Und noch vieles mehr ..) Und wird ersichtlich durch die Resultate, welche der Verstand hervorbringt. 

Wie wärs denn damit:

“ICH FÜHLE- ALSO BIN ICH!”

Niemand will den Verstand entsorgen, unsere Erfahrung als Mensch kann durch die rationalen, kognitiven Fähigkeiten des mentalen Verstandes eine Definition formulieren, wer wir als dieser sehr individuelle und spezielle Mensch sind. Jedoch sind es unsere elementaren, tiefverwurzelten und emotionalen Empfindungen, welche dem Mind überhaupt etwas zum definieren geben. Denn der Emotionalkörper liegt VOR dem Mentalkörper und ist diesem übergeordnet.

Viele der spirituell veranlagten Menschen versuchen gerade jetzt, ihre Herzgefühle nach außen zu transportieren, dies gelingt manchmal nur sporadisch und oftmals kurz, sobald diese mentalen, oftmals eher kalten Mitmenschen begegnen, zucken sie zurück und bekommen den Impuls sich selbst zu schützen, indem sie ihnen ausweichen. Ein mental geprägter Mensch kann dies einfach nicht verstehen ..

Es sind die Stauungen im Emotionalkörper, denn wären diese nicht vorhanden, würde es keines Impulses bedürfen, sich vor mentalen Energien zu schützen.

Und ich bin mir auch bewusst, daß einige sich schwer damit tun werden, diese Informationen als Tatsachen anzunehmen. Man kann dies einfach unterdrücken, oder, man kann sich grundlegend darüber schlau machen. Nehmt nicht meine Worte für bare Münze, die sind nämlich letztlich eine “Kompression”, sowohl auf intuitiver Ebene, aber auch aufgrund eines des wohl klügsten Buches von (Daniel Stacy Barron,“Es gibt keine negativen Emotionen”) welches ich über dieses Thema je gelesen habe.

image<-Quelle:

Habt ihr mal versucht, gute Literatur, Artikel und/oder Informationen über den Emotionalkörper zu finden? Also ich schon, man verzweifelt dabei an diversem oberflächlichen Rumgedudel. Wer sich an dieses Buch herantraut, oder an “Erzherzung”, wird danach nicht mehr derselbe sein, daß getraue ich mich locker zu prophezeien.

Dazu möchte ich sagen, daß ich selbst zu den wirklich lange Suchenden gehöre, und daß ich erst jetzt in der Lage bin, ein wirklich umfassendes Verständnis über viele der Probleme unserer Spezies und unseres Wesens zu erfassen. Dabei sind so einige Theorien und Glaubenskonzepte hochkant über Bord gefallen, welche mich bislang begleitet haben. Ihr wisst ja, alles raus was keine Miete zahlt ..

Allerdings würde ich auch nicht alles unterschreiben, was Barron so sagt, es ist auch erforderlich mehrmals darin zu lesen, um die Bedeutung dessen zu verstehen, was er an Erkenntnissen über den Emotionalkörper anschleppt. Das kann ich wirklich nur jedem empfehlen, der sich in dieser Richtung Gedanken macht.

Gefühle und Emotionen sind primär, Gedanken sekundär, keine Wissenschaft der Welt, sei sie noch so ausgefeilt, kann uns sagen, was wir unseren Lebensumständen für Gefühle entgegenbringen, erst Recht nicht, indem chemische Prozesse des Gehirns analysiert werden.

                                                  Quelle->

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Die physischen Tatsachen des Lebens und seine kognitiven Zusammenhänge  sind sicherlich wichtig, aber besitzen viel zu wenig Tiefe. Der Sinn, den wir unserem Leben geben, erschließt sich uns eher über die Gefühle und unser Herz. Daher ist es natürlich wichtig dem Emotionalkörper Heilung angedeihen zu lassen – und dies ist möglich.

Die Trennung von unserem wahren Selbst geschieht über die Wunden und schmerzlichen Erfahrungen, die sich im Emotionalkörper stauen. Wie etwa Wut, Angst, Depression, Scham, Kontrolle, Schmerz und so vieles mehr.

Dies erleichtert es, daß sich unser Verstand mit verzerrten Überzeugungen, Ideen und Annahmen über das DaSein füllt, welche er geradezu inhaliert und für wahr ausgibt.

Unsere Gesellschaft scheint nun einen Zeitpunkt erreicht zu haben, wo all dies verstärkt in den Fokus unseres Bewusstsein rückt. Barron nennt den Emotionalkörper übrigens “den geerdetsten spirituellen Körper”.

Sowohl Männer, wie Frauen sind nun dabei ihr Selbstbild neu zu entwerfen, die überholten Schablonen des alten Paradigmas über Bord zu werfen und ihr ursprüngliches Wesen nach vorne zu bringen. Daß dies nicht von heute auf Morgen passiert, dürfte jedem klar sein …

image<-Quelle:

Der Buchtitel “es gibt keine negativen Emotionen” erscheint provokativ, keineswegs jedoch wird dabei behauptet daß diverse Emotionen wie Neid, Hass, etc. gut wären, gemeint ist hier vielmehr, daß ein Mensch, der mit seinem Ursprung, seinem wahren Selbst verbunden ist, sich selbst, oder seine Äußerungen niemals als negativ abstempelt.

Was ist das wahre Selbst?

Es wird als ein Nicht-Selbst” definiert, nicht persönlicher Natur und schwingt frei von mentalen Konstrukten. Aus ihm strahlt elementare, unerschütterliche Selbstliebe, die keine Bestätigung oder Anerkennung braucht.  

“EBE: Die Erleuchtung des Emotionalkörpers. „Es gibt drei Stufen der Veränderung im menschlichen Wachstum: Selbst-Verbesserung, Transformation und Transmutation. In der Selbst-Verbesserung ändern wir das, was wir tun. Transformation geschieht, wenn wir die Glaubensmuster und Einstellungen ändern, die dem, was wir tun, zugrunde liegen. Aber nur Transmutation, die Heilung der verborgenen Stauungen in unserem Emotionalkörper, die den Grund dafür darstellen, dass wir bestimmte Glaubensmuster und Einstellungen halten, die dann unser Verhalten steuern, führt zu anhaltender und authentischer persönlicher und allumfassender Veränderung.

Unsere Geschichte hat den Zeitpunkt erreicht, in dem sowohl die westlichen Offenbarungsreligionen als auch die östlichen Ego-transzendierenden spirituellen Systeme erkennen müssen, dass ihre Zeit in der Evolution des menschlichen Bewusstseins vorbei ist. Sie beide dämonisieren die Reise des Selbst durch den fleischlichen Ausdruck auf tiefste und limitierendste Weise. Die Zeit ist gekommen für eine humanistische Spiritualität, die uns lehrt, unsere Menschlichkeit als an sich göttlich zu leben, und die uns paradigmatische Richtlinien der Selbsterforschung gibt, deren Autorität im und nicht außerhalb des Herzens liegt.“

Daniel Barron

Quellennachweis:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Descartes

http://www.amazon.de/Barron-gibt-keine-negativen-Emotionen/

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Quelle des Artikels:

Steven Black auf The Information Space

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