Innere Personen
Kommentare 17

Hast Du Teile Deines Selbst verloren?

“To thine own self be true.” – Shakespeare

Es ist so einfach sich selbst zu verlieren während wir immer schneller dahin rasen auf den Autobahnen des täglichen Lebens.

Hast du dich jemals so gefühlt? Vielen Menschen geht es so.

Vielleicht hast du ein geliebtes Hobby aufgegeben müssen? Manchmal zwingen uns unsere Lebensumstände und Verantwortungen all das aufzugeben was uns wichtig war und ist. Und dann kann es Jahre dauern bis wir uns wieder damit beschäftigen können, oder auch wollen.

Vielleicht warst du eines der vielen ungeliebten, ungewollten, unverstandenen und unterdrückten Kinder. Höchstwahrscheinlich hast du sehr früh und sehr schnell gelernt wie man nicht alles von sich preisgibt, wie man sich zurückhält, wie man überlebt indem man eben nicht spezielle Qualitäten und Talente wie neugieriges Erforschen, Freundlichkeit, Spontanität und Selbstbewusstsein zeigt. Wenn das kleine Kind nicht gewürdigt wird, nicht gesehen wird in diesem speziellen Moment, wenn es nicht genügend Momente von echter Aufmerksamkeit gibt, dann fangen wir an uns zu spalten, separieren und zu verstecken und letztendlich geht dadurch viel von uns einfach „verloren“ in den inneren Welten des Seins.

Oder bist du eines Tages einfach aufgewacht und wusstest nicht mehr wer du bist? Du fühlst dich leer. Du magst dich selber nicht mehr. Du möchtest einfach davonlaufen. Du möchtest dein wahres Selbst zurück, aber wer oder was ist das denn ohnehin?

Es können natürlich auch ganz große Stücke deines Selbst – sogar der gesamten Seele – ausgelöst durch einen heftigen Schock, Trauma oder Verlust, total überwältigt und verängstigt sein.

Warum male ich dieses Szenario? Weil ich weiß wie es sich anfühlt. Ich habe über die Jahre hinweg viele Teile von mir selber verloren.

Was immer du verloren hast, du kannst es zurückbekommen

Aber ich habe auch Aspekte des Kindes gefunden, die sehr wohl voller Freude und Übermut waren. Und ich fragte mich: was ist mit diesem Kind passiert? Was ist mit der Freude und dem Übermut passiert? Was ist mit meinem kleinen Mädchen passiert? Wer bin ich wirklich?

Trauma hat auch mein Leben aufs Tiefste verändert. Nicht nur ein Trauma, sondern einige. Auch ich bin ein Überlebenskünstler. Ich hatte schnell gelernt, was wichtig war, um zu überleben. Und wurde sehr tüchtig, ordentlich, eine ausgezeichnete Managerin. Über viele Jahre hinweg. Und während der ganzen Zeit hatte ich keine Ahnung, dass ich viele Teile meiner Selbst auf diesem Weg nach und nach verlor. Bis zu diesem speziellen Tag in Indonesien, als ich wieder anfing mich zu fragen „Wer bin ich?“ Und dieser umfangreiche Prozess der „Selbstfindung“ und Heilung, den ich in den Achtzigern begann, geht bis heute weiter.

Ja, auch ich habe viele Teile meiner Selbst verloren, aber jetzt hole ich sie mir alle zurück. Ich hole mir meine Freude am Leben, meinen Übermut, meine Ausgelassenheit, Selbstsicherheit, Power und meine Würde wieder zu mir zurück. Alle Teile und Aspekte, die ich im Laufe der Zeit verloren habe.
Was auch immer du verloren hast, du kannst es dir zurückholen.

Vier wesentliche Schritte sich wieder zu entdecken

Die eigene Geschichte kann natürlich nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Aber wir können uns wieder selber finden. Wir können uns wieder alle vermeintlich verlorenen Talente und Qualitäten zurückholen. Auch die verlorenen Seelenanteile und Energien. Es ist NIE zu spät.

shutterstock_114564661

Hier sind die 4 wesentlichen Schritte, die jedem helfen können, sich wiederzufinden.

1. Anerkennung des Verlustes
Gehst du einfach mechanisch durch dein Leben, deinen Alltag? Das ist die Essenz des sich verloren fühlen. Hektik und beschäftigt sein tüncht über den Schmerz der Leere und des Verlustes. Aber eines Tages tröpfelt ein bisschen „Gnade aus den spirituellen Welten“ herein. Ein winziges Licht erhellt ein Stück Dunkelheit.

Wenn das passiert, zögere nicht einen Moment! Greif nach den Gnadentropfen, bleib im Licht, auch wenn es nur ein paar winzige Strahlen sind und wage zu fragen: „Habe ich mich verloren?“ Es kann sein dass die Antwort sofort kommt, oder vielleicht tanzt sie noch etwas in den tiefsten Gehirnwindungen herum, bis sie eines Tages als Klarheit am Morgenhimmel erscheint.

2. Finde heraus, welche Teile verloren gingen
Was vermisst du? Hast du das Gefühl du bist überhaupt verloren? Oder vermisst du einfach Teile und Aspekte von dir? Versuche ein paar der Methoden im Teil 4 – z.B. Schreiben, Dialog oder Malen, um an die Wahrheit zu kommen.

Fragen zum Reflektieren:

  • Wer bin ich? Und ist das wer ich wirklich sein will?
  • Was vermisse ich?
  • Welche Teile vermisse ich?
  • Nach was sehne ich mich?
  • Was waren meine Träume als Kind, als Teenager, als junge/r Erwachsene/r
  • Was war meine Leidenschaft als Kind, als Teenager, als junge/r Erwachsene/r
  • Wie möchte ich, dass mein Leben ausschaut? Heute? In fünf Jahren? Wenn ich sterbe?
  • Was ist mir wichtig?
  • Was schätze ich am meisten?
  • Was bringt mir Freude, Zufriedenheit, einen Sinn für Errungenschaft

3. Schau dir an, wie du vom Weg abgekommen bist
Es gibt so viele Wege, wie man sich selber verlieren kann. Durch die Stimme des Inneren Tyrannen und durch die Umstände des täglichen Lebens, die uns jederzeit erreichen können. Jeder von uns kann ganz schnell den Boden unter den Füßen verlieren durch die zahllosen Anforderungen, Erwartungen und die vorrangigen Verbindlichkeiten, die unser Leben anscheinend endlos bestimmen.

Für viele Menschen verschwindet ihr wirkliches Selbst ganz einfach, Stück-für-Stück, Minute-bei-Minute, Tag-für-Tag, ohne dass sie es überhaupt bemerken.

Nimm dir jetzt etwas Zeit, um einmal genauer hinzusehen wie du deinen Weg verloren hast.

Hier sind ein paar der gängigsten Faktoren die dazu führen können:

  • ein Ereignis
  • eine Beziehung
  • Unzufriedenheit im Job
  • Familienmitglieder
  • Kinder
  • Heirat
  • Freunde
  • Starke Emotionen wie Sorgen, Angst, Wut/Zorn, Sehnsüchte, Fixierungen, Depressionen
  • Lebensveränderungen und Verluste
  • Umzug (neuer Lebensraum)
  • ein Unfall
  • Krankheit oder Operation
  • sich zu viel auf andere fokussieren
  • sich zu viel um andere kümmern
  • ein großes Projekt
  • Kindheitserfahrungen
  • Trauma
  • Kampferfahrungen (Militär, Polizei)
  • Verluste
  • immer ein glückliches Gesicht zeigen müßen
  • eine Lüge leben
  • in einer Rolle steckengeblieben

Wenn du erkennen kannst welche(s) deiner Themen dich am meisten behindern, hilft  es dir zu verstehen, wo du am angreifbarsten und schwächsten bist. Das wiederum hilft dir zu erkennen, wo am besten du Veränderungen in deinem Leben machen kannst, damit du wieder ganz wirst und dich weiterentwickelst.

Diese kleine Übung ist nicht dazu gedacht andere schlecht zu machen, ihnen Vorwürfe zu machen, oder äußere Umstände dafür verantwortlich zu machen. Du wirst niemals ganz und glücklich sein, solange du an der Vergangenheit festhältst – aber das wissen die meisten von euch natürlich schon lange. Auch wenn es sehr schlimm wahr, so schlimm, dass du das Geschehene in diesem Moment nicht verzeihen kannst, du kannst beginnen, den Teil (die Teile) in dir, der da immer noch feststeckt in dieser Zeit und diesem Raum, nach Hause zu holen, Stück für Stück. Erst dann kann so etwas Großes wie Verzeihen überhaupt in Erwägung gezogen werden, denn es geht nicht, wenn man sich dazu genötigt fühlt aus „Gutmensch“ Motivation heraus zu denken, man müsse ALLES verzeihen. Und dann mach weiter dabei all deine Teile zu finden, und dein Leben neu zu gestalten.

4. Verlange dein verlorenes Selbst zurück
Manchmal hilft es schon, sich einfach wieder mit etwas zu beschäftigen das in der Vergangenheit Spaß gemacht hat, wie z.B. ein Hobby.

Aber für die meisten von uns ist der Prozess des sich Wiederfindens ein langer. Man muss sich erst wieder an die verlorenen Aspekte erinnern können, um sie sich zurückzuholen; sie müßen zuerst gefunden, dann angenommen und genährt werden, damit sie sich wohl fühlen, wachsen und integriert werden können. Alle Methoden, welche die rechte Gehirnhälfte engagieren, sind sehr gut für dafür geeignet.

Hier sind ein paar Methoden, die du vielleicht ausprobieren möchtest. Aber erinnere dich bitte daran, dass du mit allen Methoden einen sogenannten „Trauma Flash Back“ kreieren kannst; d.h. es könnten Erinnerungen, oder Teilerinnerungen des Traumas, an die Oberfläche kommen. Bei ernsthaftem Trauma in der Vergangenheit, ist therapeutische Begleitung sicher die am geeignetsten Methode, diese Aspekte zurückzuholen und zu integrieren.

  • Schreibe ein regelmäßiges Journal
  • Werde kreativ wie Malen, Collagen, Zeichnen oder Töpfern
  • Verwendung von Farbe im Wohnbereich und Kleidung
  • Finde heraus was dir im Moment wirklich richtig Spaß macht; einmal am Tag etwas machen, das Spaß macht.
  • Beschließe einfach dass du jetzt bereit bist, dich wirklich selbst so anzunehmen und zu lieben so wie du jetzt bist; beginne heute damit.
  • Verwende ein „Machtwort“. Finde ein einziges Wort oder kurze Phrase die ausdrückt, was du jetzt in dir oder in diesem Jahr erreichen möchtest.
  • Setze dir ein Ziel – z.B. einen neuen Job finden, wenn der bisherige nicht mehr passt – und mache einen Plan, wie du das zu erreichen gedenkst.
  • Kreiere ein neue, tägliche Angewohnheit, die einen wiedergefundenen Aspekt von dir nährt und unterstützt.
  • Arbeite mit einem Psycho-Therapeuten, Energetiker oder Lebensberater
  • Verwende Symbole und Krafttiere

Finde dich wieder nach Schock und Trauma
Bei Trauma ist immer mit dem Verlust eines oder mehrerer Aspekte des Selbst, zu rechnen. Es gibt schon genügend wissenschaftliche Untersuchungen, welche die somatische Wirkung und Neurophysiologie von traumatischem Stress erforschten. Heutzutage gibt es exzellente neue Methoden von und mit kompetenten Therapeuten, die sich auf Traumaheilung spezialisiert haben. Bis vor kurzem galten diese Arten von Trauma als schwer zu bewältigende Zustände. Dabei helfen auch Techniken wie Atemarbeit, Meditation, Metaphorik, Biofeedback, energetische Auflösungsarbeiten, Hypnose, NLP (Neuro-Linguistic Programming), Information Processing Techniques  (EMDR, EFT, TFT, TAT), kognitive Verhaltenstherapie, CoReOn® Energetik usw.

Du musst dich nicht jahrelang als Opfer fühlen und versuchen, alleine damit zurecht zu kommen. Jedes Trauma kann geheilt werden.

Die uralten medizinischen Traditionen der Chinesen, Inder und Indianer schöpfen auch aus einer Fülle von Möglichkeiten zur Linderung und Heilung von Traumata. Die chinesische Medizin ist fest davon überzeugt, dass bei heftigem Schock die Seele sich aus dem Körper entfernt. Vielleicht stehst du dem etwas skeptisch gegenüber, aber erinnere dich, dass sie auf eine jahrtausende alte Erfahrung zurückgreifen können. Unsere sogenannte moderne Medizin ist erst ungefähr hundert Jahr alt.

In seinem Buch, Healing with Form, Energy, and Light,  Tenzin Wangyal Rinpoche erklärt,“…in vielen schamanischen Traditionen gibt es den „Seelenverlust“. Obgleich es ein Ungleichgewicht der Elemente ist, ist dieses Ungleichgewicht größer, als man im täglichen Leben erleidet. Es ist eine Frage des Ausmaßes. Seelenverlust ist ein sehr tiefgreifender Verlust von elementaren Qualitäten. Es ist eine Kondition die normalerweise, aber nicht immer, durch traumatische externe Situationen und Wesen ausgelöst wird und so zu einem extrem gestörten Gleichgewicht führt.“

Die Elemente sind Erde, Feuer, Wasser, Luft und Äther in dieser Tradition. Diese Elemente bilden ihren Lehren nach den Grundstein für alles Sein und alle Prozesse.

Weiteres sagt er: “ Der gleiche innere Schaden kann ausgelöst werden durch den Verlust eines Kindes, Vergewaltigung, Brutalitäten, Krieg, Autounfall oder den Verlust des Heimes oder der Heimat – all die Katastrophen und das Elend, welches Menschen befallen kann. Der Schock überwältigt die Seele mit Angst, Verlust, oder einer anderen heftigen Emotion und das Resultat davon sind der Verlust aller positiven Qualitäten, der Verlust von Lebenskraft und Vitalität, der Verlust von Freude und Mitgefühl. Es kann auch zu physischer Gebrechlichkeit und dem Verlust von Sinneswahrnehmungen führen.“

Auch in diesen uralten Traditionen braucht es viel Zeit, Geduld und den richtigen Meister, um alle Rituale und Techniken zur Heilung zu erlernen. Genau wie bei Ärzten gibt es viele unterschiedliche Qualitäten von Schamanen und alternativen Heilern. Schau dich gut um, informiere dich und höre auf dein inneres Gefühl. Wenn du ein „ungutes Gefühl“ hast, schau/fühle genau hin ob es einfach dein Wiederstand ist, oder eine Innere Stimme, die dich vor der Person warnt. Aber wenn du jemanden vertrauenswürdigen gefunden hast, bleib dabei. Vor allem bei Traumaheilung bedarf es viel Geduld, Liebe und auch manchmal eine Dosis von tough love (robuster Liebe), um Erfolge zu erzielen. Ein ständiges wechseln von Therapeuten und Beratern bringt gar nichts. Das ewige jagen nach der neuesten Therapie auch nicht. Trauma wird nicht mit „2 Fingertechniken“ oder sonstigen ähnlichen instant healing technologies erlöst und geheilt werden. Das verletzte, verstörte, verlorene Innere Kind braucht einen sicheren Raum, damit Vertrauen wachsen kann. Und das geschieht fast nie sofort.

Inneres Kind

Literatur: Alexander Korittko / Karl Heinz Pleyer –  Traumatischer Stress in der Familie

Bildquelle: Shutterstock

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe, Du genießt und profitierst von Deiner Zeit , die Du hier auf Renates Blog zubringst. Wenn dich der Artikel inspiriert hat, teile ihn doch mit anderen. Und wenn Du hier auf meinem Blog von deinen Erlebnissen berichten magst, würde ich mich sehr freuen von dir zu hören.

Copyright © 2011 – 2015, Renate Hechenberger. All Rights Reserved. Alle Artikel auf meiner Website dürfen bei Nennung des Autors und Linksetzung der Website gerne und jederzeit kopiert und weiterverteilt werden.

17 Kommentare

  1. Rosemarie Moser sagt

    Hallo Renate, ja, das kommt mir alles sehr bekannt vor, ich brauche jemand der mich begleitet und mir hilft wieder zu mir zu finden. Wo finde ich denn jemand?
    Kannst Du mir da jemand empfehlen Renate, würde mich freuen
    Danke die Rose

    Gefällt mir

    • Liebe Rosemarie,
      herzlich Willkommen in meiner Blog-Community. Schön, dass du da bist und Danke für dein Kommentar. 😊🌷

      Wenn du bis November warten und dir vorstellen kannst via Telefon zu arbeiten, kann ich dir gerne noch Termine bei mir anbieten. Ansonsten schreibe mir via dem Kontaktformular wo du denn lebst, dann kann ich vielleicht jemanden empfehlen.

      Von Herz zu Herz 💕
      Renate

      Gefällt mir

  2. Anya sagt

    Vielen Dank für diesen Beitrag. Bin ein Stück weit bzw.näher an mir dran- auch wenn der Weg noch sehr lang sein wird 100 % zu erreichen. Aber ich denke, wenn man sich Jahre oder Jahrzehnte lang selbst vergessen hat, muss man das alles erstmal wieder lernen. Selbstwahrnehmung. Selbstbestimmtheit. Den Blick über den Tellerrand hinweg. Jeder hat sein Päckchen zu tragen. Mein Paket war mir definitv zu schwer. Als Kind zu erfahren, das man ein Pflegekind ist- der Bruder „nur“ ein Halb-Bruder. Die geliebte Mutter „Nur“ Pflegemutter. In diesem Bereich gibt es kein NUR. Jahrelang dieses „Geheimnis“ verschwiegen, da die Zeiten damals noch anders waren. Die Blicke der Nachbarn, der Lehrer und der Eltern der frühen Freunde. Familien in denen es ja so „normal“ zu ging. Vater , Mutter , Geschwister- alles echt und die Blutlinie so klar. Dieser Faden zieht sich durch das gesamte Leben- man kann noch so fröhlich sein, noch so gerne Lachen- irgendwann kommt die Stille und dann das Grübeln. Danke für diesen Blog.

    Gefällt mir

  3. Aloha sagt

    Allmählich wird mir die ganze Konstellation meiner Familie und die Auswirkungen auf mich klar. Leider hat es offensichtlich sehr viel Leid und Krankheit gebraucht, bis ich jetzt endlich merke, dass nicht ICH „Schuld“ bin an diesen ganzen Miseren.
    Meine Mutter hat mich sehr verinnahmt als Kind – ziemlich symbiotisch. Heute erschrecke ich davor, wie sehr! Ich habe viel von meinem Selbst abgegeben. Die Folgen sind, dass ich mich und mein Verhalten lange Jahre nicht verstehen und einordnen konnte. Ich hatte kein Gespür für mich.
    Noch heute habe ich oft das Gefühl zu kurz zu kommen, dass mir jemand was wegnimmt (und das bezieht sich auch auf innere Werte, nicht auf Materielles), und dass ich schwer Jemanden an mich ranlassen kann.
    Ich bin seit vielen Jahren auf der Suche nach mir. Lerne erstmal zu unterscheiden, was bin wirklich ICH, und was wurde mir eingeredet.
    Es ist harte Arbeit, zu sich zurückzufinden. Zu dem wahren Mädchen, das pure Lebensfreude ist. Aber Stück für Stück komme ich mir wieder näher, werde gesünder, gelassener, und selbstsicherer. Mein Ziel: mich bei mir wirklich zuhause zu fühlen und mich nicht mehr so von außen beeinflussen oder verwirren zu lassen.
    Danke für die Artikel hier 🙂

    Gefällt mir

  4. Hallo,
    dein Beitrag hat mich sehr beeindruckt. Ich habe lange nicht mehr so gutes gelesen. Das hat mich au sehr umgehauen, ich habe mich in vielen Punkten wieder gefunden und weiß jetzt wie ich es jetzt angehen möchte.
    Ich danke dir das du mir geholfen hast mich wieder zu finden….

    Gefällt mir

  5. Gré Perle sagt

    Danke Renate für Deine Arbeit und die Möglichkeit zum lesen.Du hast ein grosses Wissen und Erfahrung auf Deinem Gebiet.Persönlich hatte ich mit meine Biografiearbeit bis 60 Jahre am meisten zu tun.Alles ohne Therapie und Betreuung.Dadurch bekam ich eine grosse Lebenserfahrung.Als Steinziege,mit AC Schütze kann ich sagen,das die Kreativität und der Ausdauer zum Durchhalten und Festhalten an meiner Selbst,eine Lebenskünstlerin von mir machte.Seit drei Jahren durfte ich auch noch Neues und wesentliches hinzufügen was zu mir passt,den Kern trifft und glücklich macht.Mein Leben findet deshalb, nun zum Teil in Oesterreich statt.Ich machte also die innere und äussere Heimatreise von; Holland-Schweiz-Oesterreich.Und wohne noch in der Schweiz.In dem Sinn habe ich mein Leben angepackt und auch verschoben und bin in der Balancephase.Am 26.Dezember bin ich geboren,demnach siehst Du was dies bedeutet.Trotzdem, der Tag sagt,aus der Finsternis kommt das Licht.Ein magischer Tag also.Nochmals vielen Dank für die geschätzten Artikel. Es grüsst herzlich: Gré Stocker-Boon.

    Gefällt mir

  6. Andrea sagt

    Ja es ist ein langer Weg um verschiedene Traumatische Erlebnisse zu heilen. Für andere wird man dann unbequem, denn es bedeudet ja, das ich durch meine Versuche etwas verändere und nicht mehr bereit bin, diese Maske zu tragen.
    Viel zu lange tat ich alles um ja gemocht zu werden, zu unsicher wer ich überhaupt noch bin. Durch das Geschriebene fühle ich mich verstanden, auch das es einen Weg gibt, nicht immer wieder in das alte von Außen geprägte Muster zu fallen!
    Ich sehne mich nach Freihheit, ich will keiner diesen alten Stricke mehr, die ich bereit war mir anzulegen um ja nichts mehr davon nach Außen zu zeigen.
    Wie aber beneide ich all die Anderen die einfach so sein durften, wie sie sind. Behütet, gefördert, geliebt, so sicher dann auch im Leben, weil sie auf einen sicheren Fundament stehen, was mir fehlt 😦
    Ich wünsche mir, das ich mit diesen Ansätzen diesmal eine Möglichkeit gefunden habe, all die Anteile die ich zurück lassen mußte um das alles zu ertragen und trotzdem im Heute so unauffällig, fleißig und genau.
    Aber nun bin ich bereit alles dafür zu tuen, um wieder
    vollständig zu werden.
    Lieben Dank
    Andrea

    Gefällt mir

    • Hallo Andrea,
      Ich glaube ich habe in meinem ganzen Leben noch nie jemanden kennen gelernt der auf einem „sicheren Fundament“ steht, ohne vorher ganz viel persönliche Transformationsarbeit geleistet zu haben.
      Brauchst sie also gar nicht „beneiden“ … denn sie wissen noch gar nicht wieviel Arbeit ihnen noch bevorsteht und natürlich ist es auch nicht im Sinne jeder Seele sich das anzutun.
      Gut dass du den Mut dazu besitzt dich zu ändern, dein Leben zu verbessern und so zum Gemeinwohl mehr beiträgst als all die falsche „Happyness“.
      Alles Liebe dir
      Renate

      Gefällt mir

  7. Steffen sagt

    Mahlzeit, ich bin mal so frei und schreibe mal was auf der Seite. Sieht schick aus! Ich nutze seit kurzem auch WordPress verstehe aber noch nicht alles. Deine Seite ist mir da immer eine tolle Inspiration. Danke!

    Gefällt mir

  8. Toll, das ist endlich mal ein guter Post, mein Dank. Muss man sich nochmal in Ruhe durchlesen. Generell finde ich den Blog gut zu lesen und leicht zu verstehen.

    Gefällt mir

Was meinst du dazu? Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s